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Feuerwehr Stuttgart probt Rettung aus eingebrochener Eisfläche

Eisrettungsübung am Max-Eyth-See: Feuerwehr trainiert Rettung aus eingebrochener Eisfläche

Minusgrade genutzt: Feuerwehr übt Eisrettung unter realen Bedingungen

Die Feuerwehr Stuttgart hat am Max-Eyth-See eine Eisrettungsübung durchgeführt. Anlass war die seltene Situation, dass der See vollständig zugefroren ist und damit realistische Übungsbedingungen bot.

„Wir nutzen heute eine der wenigen Möglichkeiten, die wir hier haben, wenn der Max-Eyth-See zugefroren ist“, erklärte Bernd Bauer, Tauchereinsatzführer der Berufsfeuerwehr Stuttgart, Wache 3. Ziel der Übung sei es gewesen, das Vorgehen bei der Rettung von Personen zu trainieren, die ins Eis eingebrochen sind. Solche Einsatzlagen seien für die Feuerwehr nicht alltäglich, da geeignete Eisflächen nur selten zur Verfügung stünden.

Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Rettungstechniken, der Einsatz von Sicherungsleinen und Spezialausrüstung sowie die Absicherung der Einsatzkräfte. „Das ist ein sehr spezieller Einsatz“, so Bauer. Die Eisstärke sei nicht überall gleich, zudem erschwerten Kälte, rutschige Oberflächen und wechselnde Witterungsbedingungen die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich.

Besonders kritisch sei der Zeitfaktor. „Wenn jemand in normaler Kleidung in Wasser um die null Grad einbricht, kühlt der Körper sehr schnell aus. Zehn bis fünfzehn Minuten sind im kalten Wasser schon extrem lang . hier zählt wirklich jede Minute“, betonte Bauer.

Angesichts steigender Temperaturen warnte die Feuerwehr ausdrücklich davor, Eisflächen zu betreten. „Bei den aktuellen Witterungsverhältnissen kann ich nur dringend davon abraten, das Eis überhaupt zu betreten. Das wäre absolut fahrlässig“, sagte der Tauchereinsatzführer. Plusgrade führten dazu, dass das Eis zunehmend feucht und instabil werde, was sowohl eine Selbstrettung als auch eine Rettung durch Einsatzkräfte deutlich erschwere.

Sollten Personen dennoch auf dem Eis Warnsignale wahrnehmen, rät die Feuerwehr zu sofortigem Handeln: Knackgeräusche oder sichtbare Rissbildung seien ein klares Zeichen, den Bereich unverzüglich zu verlassen. Im Notfall könne es helfen, sich flach auf das Eis zu legen, um die Auflagefläche zu vergrößern, sich langsam in sichere Bereiche zu bewegen und das Eis schnellstmöglich zu verlassen.

Die Eisrettungsübung diente der Einsatzvorbereitung und Sensibilisierung - zugleich appelliert die Feuerwehr an die Bevölkerung, bei Tauwetter und unsicheren Eisverhältnissen auf Aktivitäten auf zugefrorenen Gewässern zu verzichten.

( Mit O-Ton Bernd Bauer, Feuerwehr Stuttgart )

Quelle: 7aktuell.de | Oskar Eyb

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