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Plötzlicher Wetterumschwung sorgt für gefährliche Straßenverhältnisse

Schwerer Verkehrsunfall auf der A10 nach Hagelschauer

Plötzlicher Hagelschauer macht die Fahrbahn spiegelglatt – drei Schwerverletzte nach Kollision mehrerer Fahrzeuge Rettungshubschrauber im Einsatz

Schwerer Verkehrsunfall auf der A10 nach Hagelschauer

Oberkrämer. Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Montagabend 30.03.2026 gegen 18:30 Uhr auf der Bundesautobahn 10 zwischen der Anschlussstelle Oberkrämer und dem Kreuz Oranienburg in Fahrtrichtung Prenzlau ereignet. Drei Fahrzeuge kollidierten bei einem plötzlichen Hagelschauer, vier Menschen wurden verletzt – drei davon schwer.

Nach Angaben der Autobahnpolizei verlor die Fahrerin eines Mercedes infolge der plötzlich einsetzenden Witterung die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Durch den Hagel hatte sich eine glatte Schicht auf der Fahrbahn gebildet. Der Wagen prallte gegen die Mittelschutzplanke und geriet anschließend ins Schleudern. Ein dahinter fahrender VW-Fahrer versuchte noch zu bremsen, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Sein Fahrzeug kollidierte mit dem Mercedes, wurde ebenfalls ins Schleudern gebracht und stieß schließlich mit einem weiteren Pkw auf der rechten Fahrspur zusammen.

Das Ausmaß des Unfalls zeigte sich bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte. „Drei Fahrzeuge sind ineinander gekracht, es war ein ziemliches Trümmerfeld“, schilderte Einsatzleiter André Engel von der Feuerwehr Oberkrämer die Lage vor Ort. Die Unfallstelle erstreckte sich über mehrere hundert Meter, Trümmerteile lagen auf dem rechten und mittleren Fahrstreifen.

Besonders dramatisch war die Situation für eine im Fahrzeug eingeschlossene Person. Diese war nach Angaben der Feuerwehr nicht ansprechbar und musste mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Solche Lagen gehörten zwar zum regelmäßigen Training der Einsatzkräfte, seien im realen Einsatz jedoch immer eine besondere Herausforderung.

Insgesamt wurden vier Personen verletzt. Drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen, eine Person wurde leicht verletzt. Alle Betroffenen wurden durch den Rettungsdienst versorgt und in umliegende Krankenhäuser transportiert. Neben mehreren Rettungswagen kam auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, um eine schnelle medizinische Versorgung sicherzustellen.

Die Feuerwehr befand sich zum Zeitpunkt des Alarms ursprünglich in einer Standortausbildung, die aufgrund des aufziehenden Hagels abgebrochen wurde. Noch während des Einrückens in die Wache erfolgte die Alarmierung zu dem Unfall auf der Autobahn.

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen, der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn vollständig gesperrt werden. Die Polizei sicherte Spuren und maß die Unfallstelle umfassend aus – ein übliches Vorgehen bei Unfällen mit schwer verletzten Personen. Die beteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt. Anschließend wurde die Fahrbahn durch ein spezialisiertes Unternehmen im Auftrag der Autobahnmeisterei gereinigt.

Sowohl Feuerwehr als auch Polizei weisen in diesem Zusammenhang eindringlich auf die Gefahren plötzlicher Wetterumschwünge hin. Gerade Hagelschauer können innerhalb kürzester Zeit zu extrem glatten Fahrbahnen führen. Verkehrsteilnehmer sollten ihre Geschwindigkeit rechtzeitig anpassen, ausreichend Abstand halten und auf riskante Fahrmanöver wie Überholvorgänge verzichten.

Auch die Einsatzkräfte beobachten eine steigende Zahl an Einsätzen auf den Autobahnen der Region. Umso wichtiger sei es, dass Verkehrsteilnehmer umsichtig fahren und sich den jeweiligen Straßen- und Wetterverhältnissen anpassen.

Quelle: 7aktuell.de | Philipp Neumann

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