Frankfurt am Main - Es gibt verschiedene Orte in Frankfurt am Main, die sollten Autofahrer lieber meiden. Einer dieser Orte ist der Platz der Republik mitten in der Frankfurter City.
Sobald die Ampel auf Rot steht, stehen sie auf der Straße. In der einen Hand eine Sprühflasche, in der anderen Hand einen Fensterabzieher. Die Autofahrer haben keine Chance. Ehe sie sich umschauen können, wurden sie Opfer der Frankfurter illegalen Putzkolonne. Sie zeichnen mit der Kante des Fensterabziehers in blitzeseile einen Smiley oder ein Herz auf die Windschutzscheibe der Autos und beginnen anschließend die Autoscheibe mit Wasser vollzuspritzen. Anschließend wird die Scheibe gekonnt und schnell abgewischt. Einige Autofahrer bleiben ruhig und lassen sie machen. Andere machen den Scheibenwischer an um sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Wieder andere öffnen die Autotür, steigen aus und schreien sie an oder gestikulieren hinter dem Lenkrad wild um sich.
Doch ist die Scheibe nun sauber? Nicht wirklich, denn sie „putzen“ nur die Fahrerseite auf die Schnelle und hinterlassen nervige Wasserschlieren. Doch Geld wollen sie für ihre illegalen Straßengeschäfte trotzdem. Kaum ist die Tat vollbracht, klopfen Sie wild an die Scheibe und fordern Bargeld. Wenn die Scheibe bereits geöffnet ist, wird auch mal eine Hand in das Auto gestreckt oder das Lenkrad festgehalten. Einige Autofahrer sind gutmütig und geben etwas, andere nicht. Sobald die Ampel auf Grün schaltet, geht das gehupe los, denn die Fensterputzer stehen immer noch mitten auf der Fahrbahn und schlängeln sich durch die Autoschlangen.
Seit Jahren spielen sich Szenen wie diese an größeren Ein- und Ausfallstraßen in ganz Deutschland ab. In Frankfurt ist dem Ordnungsamt bisher jedes Jahr mindestens eine größere Gruppe aufgefallen, die mit dem Putzen von Autoscheiben versuchte, an Geld zu kommen. Oftmals sind sie zu fünft oder sechst und verteilen sich an allen Ampeln an der Kreuzung am Platz der Republik.
Die Gefahr? Die Stadtpolizei! Denn das was die Leute da machen ist illegal und kein Kavaliersdelikt. Es stellt einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und eine Nötigung dar. Doch die illegalen Fensterputzer sind gewieft. Sobald sich ein Polizeifahrzeug nähert, rennen sie in alle Richtungen davon. Keine Chance für die Beamten. Nur wenige Minuten später geht das Spiel dann wieder von vorne los. Der ADAC rät, kein Geld zu geben, deutlich zu machen das man die Dienstleistung nicht möchte und die Polizei zu informieren. Denn dann lohnt sich das Geschäft nicht, und wer weiß: Vielleicht hört das nervige Geschäft dann irgendwann mal auf.
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