NUSSLOCH: Glück im Unglück hatten in der Heidelberger Straße ein Vater mit seinem Kleinkind, als beim spielen auf dem Balkon plötzlich der Boden zusammensackt. Die beiden befanden sich zum Zeitpunkt des Absturzes auf dem Balkon ihrer Wohnung im 2. Obergeschoss. Der Balkon stürzte aus bislang unbekannter Ursache ab und begrub noch zwei weitere Balkone aus dem EG und 1. OG unter sich. Glücklicherweise befand sich sonst keiner auf den anderen Balkonen. Die Bewohnerin aus dem 1. OG war zum Absturzzeitpunkt in ihrer Wohnung und nicht auf ihrem Balkon. Die Erdgeschosswohnung ist zur Zeit unbewohnt. Statiker prüfen nun die Sicherheit der anderen Balkone und Wohnungen und prüfen, ob noch weitere Einstürzen können. Die Feuerwehr sicherte den Bereich und zog die Trümmer auseinander, um sicherzugehen, dass sich wirklich keine weiteren Personen darunter befinden. Die Ursache wird derzeit ebenso ermittelt.
Pressetext der Polizei:
Um 18.04 Uhr teilten Anwohner über Notruf 110 mit, dass in der Heidelberger Straße 22 in Nußloch 3 Balkone abgebrochen und zwei Personen in die Tiefe gestürzt seien. Vor Ort wurde festgestellt, dass an einem 12-Parteien-Mehrfamilienhaus im 2. OG ein Balkon abgebrochen war und die Balkone im Erdgeschoß und im 1. OG mit abriss. Zur Unglückszeit hielt sich ein 33-jähriger mit seinem 2 Jahre alten Sohn auf dem Balkon auf und wurde aus ca. 6 m Höhe mit in die Tiefe gerissen. Beide Verletzte wurden geborgen und in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Vater erlitt eine leichte Kopfverletzung und sein Sohn offensichtlich nur einige Kratzer. Beide bleiben zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus.
Das Gebäude wurde vorsorglich evakuiert. Kurz vor 21.00 Uhr gaben die verständigten Statiker Entwarnung und die Bewohner durften wieder in ihre Wohnungen. Das Betreten der Balkone wurde ihnen und den Bewohnern des baugleichen Nachbarhauses vorsorglich untersagt. Die Höhe des Sachschadens und die Ursache des Balkonabbruchs sind zur Zeit noch nicht bekannt. Im Einsatz befanden sich neben den Rettungsdiensten und dem THW die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Nußloch, Sandhausen, Leimen, St. Ilgen, Walldorf und St. Leon-Rot. Die Aufräumarbeiten waren gegen 21.40 Uhr beendet.
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