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Mülltonnenbrand im Innenhof breitet sich auf Fassade aus - Fensterscheiben an Nachbargebäuden gerissen

Mülltonnen-Brand greift über! PKW und angrenzendes Gebäude brannten über mehrere Stockwerke bis in den Dachstuhl

Langer Einsatz der Feuerwehr die ganze Nacht - 40 Bewohner mussten im Bus der SSB ausharren

STUTTGART: Massiver Fassaden- und Gebäudebrand - 40 Bewohner mussten im Bus der SSB ausharren 

Ein PKW-Brand hat in der #Paulinenstraße in #Stuttgart #West auf ein Wohngebäude übergegriffen. Aktuell sind drei Löschrohre im Einsatz. Mehrere Bewohner mussten das Gebäude verlassen und werden in einem Linienbus betreut. 

Update 02:35 Uhr: Der Brand ist unter Kontrolle, es finden Nachlöscharbeiten statt. Die Feuerwehr ist weiterhin mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort

Das Aufsuchen und Ablöschen von Glutnestern an der Gebäudefassade bzw. im Dachbereich gestaltete sich sehr zeitintensiv. Die Arbeiten vor Ort sind zwischenzeitlich abgeschlossen, es bleibt aber weiterhin eine Brandwache der Feuerwehr vor Ort. (FW S)


Mülltonnenbrand breitet sich in Stuttgart-Mitte aus - 40 Bewohner in Sicherheit gebracht

Ein Brand in der Gerberstraße in Stuttgart-Mitte hat in der Nacht zu einem größeren Feuerwehreinsatz geführt. Gegen 2 Uhr wurde die Feuerwehr zunächst wegen brennender Mülltonnen in einem Innenhof alarmiert. Auf der Anfahrt gingen weitere Notrufe ein, wonach sich das Feuer ausgebreitet habe. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und zusätzliche Kräfte nachgefordert.

Wie Einsatzleiter Sven Lehmann von der Feuerwehr Stuttgart erklärte, griff das Feuer rasch auf angrenzende Bereiche über.

„Ein Pkw und ein angrenzendes Gebäude brannten über mehrere Stockwerke bis in den Dachstuhl.“

Durch die starke Hitze wurden auch benachbarte Gebäude beschädigt, Fensterscheiben sprangen. Eine besondere Herausforderung stellte die enge innerstädtische Bebauung dar. „Die räumliche Enge und die Dichte der Gebäude sowie die massive Rauchausbreitung zwischen den Häusern waren besonders problematisch“, so Lehmann.

Insgesamt brachten sich 40 Bewohner aus mehreren Gebäuden in Sicherheit. Sie wurden zeitweise in einem Bus der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) betreut.
„Es gab glücklicherweise keine Verletzten“, betonte Lehmann.

Die Feuerwehr leitete umgehend die Brandbekämpfung ein.
„Wir haben mit drei Löschrohren, unter anderem über eine Drehleiter, gearbeitet und das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht“, sagte der Einsatzleiter.

Allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten an, da sich das Feuer in Dämmmaterialien im Dachstuhl ausgebreitet hatte.
„Um versteckte Glutnester abzulöschen, muss die Dachhaut geöffnet werden. Das ist aufwendig, da Dämmstoffe und Brandschutz dort in einem Verbund funktionieren.“

Besonders problematisch war, dass sich das betroffene Gebäude noch in der Sanierung befand.

„Der schützende Putz war noch nicht aufgebracht. Dadurch konnte sich das Feuer sehr gut in dem Dämmmaterial ausbreiten“, erklärte Lehmann.

Mehrere Wohnungen gelten derzeit als unbewohnbar, zudem ist eine im Erdgeschoss befindliche Schreinerei nicht mehr nutzbar.
„Durch zerstörte Fensterscheiben konnten Flammen und Rauch eindringen. Diese Bereiche werden wir nicht freigeben können“, so Lehmann. Andere Teile des Gebäudes sollen nach der Überprüfung wieder für die Bewohner freigegeben werden.

Insgesamt waren 53 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr im Einsatz, unterstützt von Polizei und der SSB. Frische Kräfte wurden nachgezogen, um die zunächst eingesetzten Feuerwehrleute abzulösen.

Die Nachlöscharbeiten und Kontrollen dauern voraussichtlich noch eineinhalb bis zwei Stunden an. Anschließend soll eine Brandwache gestellt werden. „Ich gehe davon aus, dass wir die Einsatzstelle in vier bis fünf Stunden komplett übergeben können“, sagte Lehmann.

 

 

+ Pressemeldung der FW S +

Zahlreiche Anrufer meldeten der Feuerwehr Stuttgart gegen 02:00 Uhr am Mittwochmorgen einen Mülltonnenbrand in der Gerberstraße in Stuttgart-Süd. Durch die Integrierte Leitstelle Stuttgart wurde daraufhin ein Löschzug der Feuerwache 1 zur Einsatzstelle entsandt.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich das Feuer zwischen zwei Wohnhäusern bereits auf die Gebäudefassade und einen PKW ausgebreitet. An dem betroffenen Gebäude finden derzeit Sanierungsmaßnahmen der Fassade statt, weshalb ein Baugerüst aufgebaut war. Die massive Rauchentwicklung betraf drei Wohnhäuser mit zahlreichen betroffenen Bewohnern. Die beengte Bebauung erschwerte anfänglich die Löscharbeiten.

Die ersten Einheiten der Feuerwehr erhöhten das Alarmstichwort, um ausreichend Personal an der Einsatzstelle vorzuhalten. Während des Einsatzes wurde das Feuer mit insgesamt drei Löschrohren, davon eins über den Korb der Drehleiter, abgelöscht. Parallel hierzu kontrollierte die Einsatzkräfte alle drei betroffenen Wohngebäude auf einen möglichen Raucheintrag. Im weiteren Verlauf musste die Fassade sowie das Dach auf Glutnester kontrolliert werden. Auf Grund der Sanierungsarbeiten, bei denen eine Wärmedämmung aufgebracht wird, gestaltete sich dies als sehr zeitintensiv. Durch die große Hitzeentwicklung sind an den zwei Nachbargebäuden die Fensterscheiben teilweise gerissen.

Insgesamt 39 betroffene Personen wurden während des Einsatzes in einem Bus der SSB betreut. Bis auf drei Wohnungen im Brandobjekt konnten alle Bewohner im Laufe der Nacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Eine Brandwache der Feuerwehr bleibt zunächst vor Ort, die Einsatzstelle wird am nächsten Morgen nochmals kontrolliert.

Einsatzkräfte
Berufsfeuerwehr
Feuerwache 1: Löschzug, Kleineinsatzfahrzeug Türöffnen
Feuerwache 2: Löschzug, Gerätewagen Logistik -Hygiene, Inspektionsdienst
Feuerwache 3: Direktionsdienst, 2 Hilfeleistungslöschfahrzeuge

Feuerwache 4: Gerätewagen Atemschutz-Messtechnik
Freiwillige Feuerwehr
Abteilung Birkach: Gerätewagen-Messtechnik

Rettungsdienst
Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1 Rettungswagen, 1 Krankentransportwagen

Quelle: 7aktuell.de | Alexander Hald

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