In Altenriet hat ein Großbrand am Sonntagnachmittag die Gaststätte „Albblick“ weitgehend zerstört. Das Gebäude, das den Kleintierzüchtern gehört und seit vielen Jahren von einem griechischen Gastronomen betrieben wird, stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand.
Die Rauchentwicklung war schon früh in der Nachbarschaft aufgefallen. Patricia Mittnacht, Bürgermeisterin der Gemeinde Altenriet, sagte dazu:
„Tatsächlich wurde der Brand sehr früh durch die starke Rauchentwicklung erkannt. Die Gaststätte ist ein wichtiges Herzstück unseres Ortes - ein Treffpunkt für das dörfliche Leben.“
Feuer greift auf Dach über - Innenangriff nicht mehr möglich
Wie Sven Zeller, Kommandant der Feuerwehr Altenriet, berichtete, breitete sich das Feuer im Verlauf des Einsatzes rasch aus: „Wir wurden zu einem Gebäudebrand alarmiert, bei dem bereits Rauch und Flammenschein sichtbar waren. Im weiteren Verlauf hat sich das Feuer auf das Dach ausgebreitet.“
Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig.
„Es war sehr schwer, von außen in das Dach einzudringen und Abluftöffnungen zu schaffen. Von innen konnten wir nicht mehr vorgehen, da Teile der Decke bereits eingestürzt waren“, so Zeller.
Zudem war das Hydrantennetz erschöpft, weshalb die Feuerwehr auf einen Wasserbehälter in der Ortsmitte zurückgreifen musste. Zwei Drehleitern kamen zum Einsatz, eine weitere wurde nachalarmiert. Ein lauter Knall war nach Angaben der Feuerwehr aus dem Dachbereich zu hören. Gasflaschen befanden sich glücklicherweise außerhalb des Gebäudes.
Rund 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz
An dem Großeinsatz beteiligten sich acht Feuerwehren aus Altenriet, Schlaitdorf, Neckartenzlingen, Walddorfhäslach, Filderstadt, Nürtingen, Altdorf und Kirchheim. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrkräfte vor Ort. Unterstützt wurden sie von Baustatikern, Beleuchtungs- und Sonderfahrzeugen sowie einem Bagger eines privaten Unternehmens, der erste Teile der Ruine abtrug, um Glutnester freizulegen.
Die Malteser übernahmen die sanitätsdienstliche Absicherung der Einsatzkräfte. Diese konnten zeitweise im Feuerwehrhaus und in einem Gebäude der Malteser untergebracht werden.
Keine Verletzten - Dank an Einsatzkräfte
Trotz der enormen Schäden wurde niemand verletzt. Auch unter den Einsatzkräften gab es keine Ausfälle, obwohl sich durch die Löscharbeiten bei niedrigen Temperaturen Eisschichten bildeten.
Bürgermeisterin Mittnacht bedankte sich ausdrücklich bei allen Helfern:
„Ich möchte allen Einsatzkräften - den Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden, dem THW, den Maltesern - sehr herzlich danken. Dieser Einsatz zeigt, wie wichtig das interkommunale Miteinander in solchen Situationen ist.“
Erst vor zwei Monaten habe man in Altenriet gemeinsam einen Ernstfall geübt, sagte Mittnacht - nun sei dieser tatsächlich eingetreten.
Nachlöscharbeiten dauern an
Die Feuerwehr ist weiterhin mit der Nachlöschung des Daches beschäftigt.
„Wir löschen aktuell die letzten Glutnester ab“, erklärte Zeller.
Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens konnten am Abend noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen dauern an.
Pressemeldung Feuerwehren im Landkreis Esslingen:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/177478/6186597
Polizei PM:
Zum Brand einer Gaststätte sind die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei am Sonntagnachmittag in die Straße Im Käppele gerufen worden. Gegen 15.15 Uhr war der Brand in der Küche des einstöckigen Gebäudes von einem Mitarbeiter entdeckt und die rund 30 Gäste nach draußen geleitet worden.
Die Feuerwehr, die mit 17 Fahrzeugen und rund 100 Feuerwehrleuten im Einsatz war, begann sofort mit den Löscharbeiten. Diese gestalteten sich schwierig, weil sich der Brand über einen Zwischenboden unter dem Blechdach auf das ganze Gebäude ausbreitete. Letztendlich musste das Dach mit schwerem Gerät geöffnet werden damit der Brand gelöscht werden konnte. Nicht mehr verhindert werden konnte, dass das Gebäude vollständig ausbrannte. Verletzt wurde niemand.
Ersten Schätzungen zufolge könnte sich der entstandene Sachschaden auf etwa 450.000 Euro belaufen. Das Polizeirevier Nürtingen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, die ersten Hinweisen zufolge im Bereich der Fritteuse oder dem Grill vermutet werden könnte. Neben der Feuerwehr waren das THW mit vier Fahrzeugen und zehn Mitarbeitern und der Rettungsdienst mit drei Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften vor Ort. (pol)
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