Geschlossene Schneefahrbahn
Einem indischen Berufskraftfahrer einer slowenischen Spedition wurde das Sturmtief Elli um 01:45 Uhr auf der BAB 8 München–Salzburg zwischen den Anschlussstellen Bergen und Siegsdorf zum Verhängnis.
Der Sattelzug, der Kühler, also verderbliche Waren, welche auch an Sonn- und Feiertagen fahren dürfen, war die Steigung über den Bergener Talübergang bei geschlossener Schneedecke bergwärts gefahren.
Im höchsten Bereich der Steigung verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Schwerfahrzeug, schlitterte erst links in die Mittelleitplanke und schlug dann einen sogenannten „Einser”, wobei das Fahrzeug einknickte und unkontrolliert nach rechts die Fahrbahn querte. Dort kollidierte es mit der Leitplanke.
Diese verkeilte sich zwar in dem LKW, verhinderte aber, dass der Sattelzug von der Fahrbahn stürzte.
Der Schaden ist hingegen enorm: An der Zugmaschine und am Aufleger, die beide erst 14 Tage alt und somit Neufahrzeuge waren, entstanden erhebliche Schäden. Auch die Leitschiene musste weggeschnitten werden, um das Fahrzeug zu bergen.
Da die Autobahnmeisterei wegen des Sturmtiefs „Elli” alle Streu- und Räumfahrzeuge im Dauereinsatz hatte und auch die Landesstraßen geräumt sein mussten, um den Verkehr abzuleiten und die Totalsperre zur Bergung aufrechtzuerhalten, war die endgültige Bergung des LKW erst gegen 5 Uhr morgens möglich.
Die Straßenmeisterei in der Region um Siegsdorf musste dafür zusätzliche Räumdienste einsetzen, um auch die Umleitung so gut es geht zu räumen, was ebenso aus Kapazitätsgründen erst nach einer Beruhigung der Wettersituation möglich war. Zwischenzeitlich wurde ein Fahrstreifen der Autobahn gesperrt.
Der Bergedienst bereitete bei starkem Schneefall und Wind die Bergung des LKW vor.
Um 5 Uhr morgens konnte der Sattelzug dann mit einer Totalsperre der Autobahn geborgen werden. Bis dahin hatte sich die Wettersituation erheblich verbessert und der Schneefall war beendet.
Für die Einsatzkräfte der Autobahn GmbH, der Winterdienste, des LKW-Bergungsdienstes Rigra und der Polizei war es ein heftiger und umfangreicher Bergeinsatz und eine arbeitsintensive Sturmnacht.
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