Am Sonntag, 18. Januar 2026, hat die Sonnenfleckenregion AR 4341 eine kräftige Sonneneruption der Klasse X1.9 ausgelöst – verbunden mit einem R3-(Strong) Radio Blackout. Mit der Eruption ging ein koronaler Massenauswurf (CME) einher, der in den Stunden danach als erdgerichtetes Ereignis eingestuft wurde.
Besonders bemerkenswert: Der CME traf früher als zunächst prognostiziert ein. Statt erst in den frühen Morgenstunden des 20. Januar kam die Schockfront bereits am Abend des 19. Januar an – und löste in kurzer Zeit eine starke geomagnetische Reaktion aus. Das NOAA Space Weather Prediction Center meldete, dass G4-(Severe)-Sturmlevel mit dem CME-Schock ab 19. Januar, 19:38 UTC (das entspricht 20:38 Uhr MEZ) erstmals erreicht wurden; die Passage könne zudem bis in den Abend hinein anhalten. Gleichzeitig berichteten Fachmedien über den überraschend frühen Einschlag und die rasche Eskalation der geomagnetischen Aktivität.
Für Beobachterinnen und Beobachter am Boden wurde das zu einem seltenen Himmelsschauspiel: Über weite Teile der Nordhalbkugel flammten Polarlichter auf – nicht nur in klassischen Hochbreiten, sondern vielerorts auch deutlich weiter südlich. In Europa wurden Sichtungen unter anderem aus den Niederlanden und Deutschland gemeldet. Auch hierzulande zog es am Abend unzählige Menschen nach draußen: Viele berichteten von kräftigen, teils “overhead” sichtbaren Strukturen - Polarlichter, die nicht nur am Nordhorizont standen, sondern zeitweise über dem Kopf tanzten. Das Ergebnis: ein außergewöhnlich intensiver, fast surreal wirkender Himmel in Grün-, Rot- und Violetttönen, der binnen Minuten ganze Orte in eine spontane “Sternwarten-Atmosphäre” verwandelte
Dass es diesmal wirklich Polarlichter waren, lässt sich klar sagen - und wir schieben vorsorglich gleich eine kleine „Stuttgart-Lehre“ hinterher: Anders als beim violetten Himmel über Stuttgart am 23.12.2025, bei dem sogar eine erste dpa-Falschmeldung Polarlichter vermutete und sich das Leuchten am Ende als reflektiertes Licht aus dem Fußballstadion (Rasenbeleuchtung) herausstellte, stammen diese Aufnahmen ganz klar nicht von Flutlicht oder Stadiontechnik, sondern von echter Aurora Borealis.
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