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Feuerwehr und DRK richten in der Nacht 2 Turnhallen als Notunterkünfte her für 250 Flüchtlinge

Brand in Flüchtlingsunterkunft (ehemaliges Hotel) - Evakuierung 250 Flüchtlinge in der Nacht - Großeinsatz - "Außergewöhnliche Einsatzlage"

Dehnfugenbrand zwingt Evakuierung von rund 250 Geflüchteten

Stuttgart-Feuerbach: Ein langwieriger Feuerwehreinsatz hat am Montag ein ehemaliges Hotel in der Siemensstraße in Stuttgart-Feuerbach unbewohnbar gemacht. Nachdem Mitarbeiter gegen 16 Uhr zunächst eine unklare Rauchentwicklung gemeldet hatten, blieb der Brandherd trotz intensiver Such- und Kontrollmaßnahmen zunächst verborgen. Erst bei einer Nachkontrolle gegen 20 Uhr konnte die Feuerwehr einen sogenannten Dehnfugenbrand lokalisieren.

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst aufwendig. Um an den Brandherd zu gelangen, mussten Einsatzkräfte mehrere Wände und Decken öffnen und über spezielle Löschlanzen Wasser in die Dehnfuge einbringen. Aufgrund der Größe und komplexen Gebäudestruktur zogen sich die Maßnahmen über mehrere Stunden hin und dauerten auch in den frühen Morgenstunden weiter an.

Eine besondere Gefahr ging dabei von den entstehenden Brandgasen aus. „Bei einem Dehnfugenbrand entstehen neben Rauch auch giftige Gase, insbesondere Kohlenmonoxid. Dieses kann zu schweren Atemwegsreizungen oder sogar zur Erstickung führen“, erklärte Daniel Anand von der Feuerwehr Stuttgart. Aus diesem Grund sei eine weitere Bewohnung des Gebäudes aktuell nicht möglich. Zudem bestehe weiterhin die Unsicherheit, ob sich der Brand innerhalb der Dehnfuge vollständig eingrenzen lasse.

In dem ehemaligen Hotel waren rund 250 geflüchtete Personen untergebracht. Sie mussten das Gebäude zunächst verlassen und wurden vorübergehend in einem anderen Gebäudeteil betreut. Gegen 2 Uhr fiel schließlich die Entscheidung, alle Bewohnerinnen und Bewohner in externe Notunterkünfte zu verlegen. Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes von Deutschem Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst und der Freiwilligen Feuerwehr richteten dafür zwei Sporthallen im Stadtgebiet als Notunterkünfte ein.

Der Transport erfolgte mit mehreren Bussen der SSB sowie Krankentransportwagen des Bevölkerungsschutzes. Die Betreuung der Betroffenen wird bis in die Morgenstunden durch Hilfsorganisationen sichergestellt.

In der Spitze waren rund 80 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bevölkerungsschutz an der Einsatzstelle sowie in den Notunterkünften im Einsatz. Auch in den kommenden Stunden sind weitere Kontroll- und Nachlöscharbeiten geplant, zudem sollen Fachfirmen hinzugezogen werden. Stand 05:30 Uhr dauerten die Einsatzmaßnahmen weiterhin an.

 

 

+++  Schlussmeldung der FW-Stuttgart zum Dehnfugenbrand in einem Stuttgarter Hotel (Stand: 21.01.2026, 17:30 Uhr) +++

Nach einer Einsatzdauer von 48 Stunden hat die Feuerwehr Stuttgart ihre Maßnahmen bei einem Dehnfugenbrand in einem Hotel in der Siemensstraße im Stadtteil Feuerbach erfolgreich abgeschlossen. Um 17:30 Uhr konnte offiziell "Feuer aus" gemeldet werden.

Der Brand, der am Montagabend gemeldet worden war, hatte sich in einer Dehnfuge des Gebäudes entwickelt. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten breiteten sich Rauch und Feuer über mehrere Stockwerke aus. Zur Brandbekämpfung mussten Wände aufwendig und zeitintensiv geöffnet werden, um mithilfe von Löschlanzen gezielt Wasser an den Brandherd einzubringen.

Im Verlauf des heutigen Mittwochs führte die Feuerwehr wiederholt Schadstoffmessungen im gesamten Gebäude durch. Alle Messergebnisse waren negativ, sodass die Löschmaßnahmen beendet werden konnten.

Zur Betreuung, Verpflegung und zum Transport von rund 250 betroffenen Personen in zwei Notunterkünfte wurde zwischenzeitlich eine "Außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen, um zusätzliche Kräfte des Bevölkerungsschutzes einzubinden. Seit Dienstagabend sind alle Betroffenen in einem anderen Hotel untergebracht.

Die Einsatzstelle wird in den kommenden Stunden an den Gebäudeeigentümer übergeben und weiterhin kontrolliert. Der Eigentümer veranlasst alle weiteren notwendigen Maßnahmen.

Quelle: 7aktuell.de | Alexander Hald

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