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Meterhohe Flammen: Großbrand in Denkendorf fordert rund 80 Einsatzkräfte

Gebäudebrand - Nachbar (Feuerwehrmann) bemerkt Brand mitten in der Nacht - - Bettlägrige Frau kam wohl erst am Tag zuvor ins Pflegeheim/Krankenhaus

Wohnhaus steht bei Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand

In Denkendorf (Landkreis Esslingen) ist es in den frühen Morgenstunden zu einem schweren Gebäudebrand gekommen. Gegen 4 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Alarmstichwort Brand 3 - Wohnungsbrand in die Klingenstraße gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits weitgehend in Vollbrand, Flammen schlugen mehrere Meter hoch aus den Fenstern.

„Wir hatten beim Eintreffen eine massive Brandentwicklung, mit Durchzündungen und Flammen von drei bis vier Metern Höhe“, erklärte Frank Obergöker, Kommandant der Feuerwehr Denkendorf und Einsatzleiter vor Ort. Das Feuer hatte sich bereits bis in den Dachbereich des Flachdachgebäudes ausgebreitet.

Aufgrund der Lage wurde umgehend Alarmstufe zwei ausgelöst. Neben weiteren Löschzügen wurden eine Drehleiter, zusätzliche Kräfte des Rettungsdienstes sowie das örtliche DRK zur Absicherung der Einsatzkräfte nachalarmiert.

Zunächst war unklar, ob sich noch Personen im Gebäude befinden. „Um diese Uhrzeit rechnen wir grundsätzlich mit Bewohnern im Haus“, so Obergöker. Nach intensiver Erkundung stellte sich jedoch heraus, dass die Bewohnerin bereits am Vortag in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Das Gebäude war somit zum Brandzeitpunkt unbewohnt.

Der Fokus der Feuerwehr lag anschließend auf dem Schutz der angrenzenden Gebäude, die unmittelbar an drei Seiten an das Brandobjekt angrenzen. „Unsere vordringlichste Aufgabe war es, eine Brandausbreitung auf die Nachbarhäuser zu verhindern“, erklärte der Einsatzleiter. Dazu wurden sogenannte Riegelstellungen aufgebaut und Löschangriffe von mehreren Seiten - teils aus angrenzenden Gärten - vorgenommen.

Da ein Innenangriff nicht mehr möglich war - unter anderem war die hölzerne Treppe bereits vollständig abgebrannt - bekämpften die Einsatzkräfte den Brand ausschließlich von außen. Sechs bis sieben C-Rohre waren zeitweise gleichzeitig im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Denkendorf von Kräften aus Ostfildern sowie von der Feuerwehr Esslingen, die auch die Drehleiter und einen Gerätewagen Atemschutz stellten. Insgesamt waren rund 12 Einsatzfahrzeuge und etwa 60 Feuerwehrkräfte im Einsatz, dazu kamen Rettungsdienst, DRK-Bereitschaft und Polizei. Insgesamt befanden sich 70 bis 80 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle.

In den Morgenstunden dauerten die Nachlöscharbeiten an. Dabei wurden Glutnester gesucht, insbesondere im Bereich der Gebäudetrennfugen zu den Nachbarhäusern. Zusätzlich erfolgten umfangreiche Hygienemaßnahmen, der Austausch von Atemschutzgeräten sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Besonders bemerkenswert: Der erste Notruf kam von einem Feuerwehrmann der Denkendorfer Wehr selbst, der direkt gegenüber des Brandobjekts wohnt. Er wurde durch einen lauten Knall und berstende Fensterscheiben geweckt, erkannte sofort den Brand und alarmierte die Leitstelle - bevor er sich selbst zum Feuerwehrhaus begab und am Einsatz beteiligte.

 

+++ Polizei-PM +++
Zum Brand eines Wohnhauses sind die Einsatzkräfte am frühen Mittwochmorgen in die Klingenstraße gerufen worden. Gegen vier Uhr waren die Einsatzleitstellen von Nachbarn alarmiert worden, weil sie starken Rauch und Flammen aus dem Gebäude bemerkt hatten.Gebäudeb Beim Eintreffen der Feuerwehr, die mit elf Fahrzeugen und 56 Feuerwehrleuten anrückte, stand das Obergeschoss der Doppelhaushälfte bereits in Vollbrand. 

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden mehrere Anwohner angrenzender Häuser zunächst kurzfristig evakuiert, konnten aber nach Freigabe durch die Feuerwehr wieder zurück in ihre Häuser. Die Löscharbeiten der Feuerwehr zogen sich aufgrund des Ausmaßes des Brandes bis kurz nach acht Uhr hin. Zusätzlich war auch der Rettungsdienst mit drei Fahrzeugen und elf Einsatzkräften vor Ort. Verletzt wurde aber nach derzeitigen Erkenntnissen niemand. 

Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Auch zwei unmittelbar danebenstehende Wohnhäuser erlitten Schäden durch Wasser und Rauchgasniederschlag an den Fassaden, blieben aber bewohnbar. Die entstandenen Sachschäden dürften sich ersten Schätzungen zufolge auf insgesamt rund 500.000 Euro summieren. Das Polizeirevier Filderstadt hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (pol)

Quelle: 7aktuell.de | Alexander Hald

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