VAIHINGEN AN DER ENZ: Großbrand in Tiefgarage der Altstadt - 8 Fahrzeuge, darunter und ein E-Auto brennen - Bewohner evakuiert
Starke Rauchentwicklung in Altstadt - rund 170 Einsatzkräfte im Einsatz
In Vaihingen an der Enz (Landkreis Ludwigsburg) ist es in der Nacht zu einem Großbrand in einer öffentlichen Tiefgarage in der Keltergasse 4 gekommen. Acht Fahrzeuge, darunter auch ein Elektroauto, gerieten in Brand. Verletzt wurde niemand.
Die Feuerwehr Vaihingen an der Enz wurde gegen 2 Uhr zunächst mit dem Alarmstichwort Brand 3 - Rauchentwicklung aus Tiefgarage alarmiert. Aufgrund zahlreicher weiterer Notrufe und der massiven Rauchentwicklung wurde die Alarmstufe kurze Zeit später auf Brand 4 erhöht.
„Beim Eintreffen war die Rauchentwicklung bereits extrem stark“, erklärte Thomas Korz, Einsatzleiter der Feuerwehr. Da es sich um eine über Nacht geschlossene öffentliche Tiefgarage handelte und zudem die Stromversorgung bereits ausgefallen war, mussten sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang verschaffen.
An zwei Seiten - Ein- und Ausfahrt - wurde die Garage geöffnet:
Ein Rolltor wurde mithilfe einer Seilwinde aus den Angeln gerissen, auf der anderen Seite kamen Schere und Spreizer zum Einsatz. Erst danach konnten sich die Trupps unter Atemschutz zu den brennenden Fahrzeugen vorarbeiten.
Im Inneren der Tiefgarage standen schließlich acht Fahrzeuge in Brand, mehrere davon brannten vollständig aus. Die Feuerwehr leitete einen massiven Löschangriff ein und konnte die Flammen unter Kontrolle bringen. Anschließend folgten umfangreiche Entrauchungsmaßnahmen, um den dichten Brandrauch aus der Tiefgarage zu entfernen.
Parallel zu den Löscharbeiten wurden die angrenzenden Wohngebäude evakuiert. Zwar bestand für die Wohnungen selbst keine unmittelbare Brandgefahr, jedoch zog der Rauch zeitweise auch in Treppenhäuser. Die Polizei brachte die Bewohner rasch in Sicherheit.
Aufgrund der niedrigen Temperaturen richtete der Bevölkerungsschutz des Landkreises eine Betreuungsstelle mit Bussen ein. Zusätzlich wird eine Notunterkunft in der Stadthalle vorbereitet. Derzeit werden sämtliche Wohnungen schadstofftechnisch überprüft, bevor die Bewohner schrittweise zurückkehren dürfen.
„Es gab glücklicherweise keine Verletzten - weder unter den Bewohnern noch bei den Einsatzkräften“, so Korz. Alle betroffenen Personen wurden vorsorglich medizinisch kontrolliert.
Der Einsatz stellte die Feuerwehr vor große Herausforderungen:
Der Brand war extrem atemschutzintensiv, sämtliche Arbeiten - auch Nachlöscharbeiten und Aufräummaßnahmen – mussten unter Atemschutz erfolgen. Deshalb waren zahlreiche Spezialkomponenten vor Ort, darunter:
- eine Einsatzhygiene-Einheit zum sicheren Ablegen kontaminierter Schutzkleidung
- ein Großlüfter mit hoher Luftleistung
- Messtechnik und Chemiefachberater
- zusätzliche Atemschutzlogistik des Landkreises
Insgesamt waren rund 160 bis 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK-Betreuungseinheiten, Polizei und Bevölkerungsschutz im Einsatz.
Unter den beschädigten Fahrzeugen befand sich auch ein Elektroauto. Ob dieses Fahrzeug der Brandauslöser war, ist derzeit noch unklar. Die betroffenen Fahrzeuge müssen nun mit Spezialtechnik aus der Tiefgarage geborgen werden. Anschließend übernimmt die Polizei die Brandursachenermittlung. Ein Statiker begutachtet zudem die Tiefgarage - unter anderem müssen Teile der Decke abgestützt werden.
Die Einsatzmaßnahmen werden noch mehrere Stunden andauern.
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