Update: 15.02.26 Mutter und Kind nach Wohnungsbrand verstorben
Die 26-jährige Mutter, deren Säugling am 11. Februar nach einem Wohnungsbrand in Friedrichsfelde verstorben war, erlag gestern Abend in einem Krankenhaus ihren Verletzungen. Bereits am Freitagnachmittag war ihr bei dem Brand ebenfalls verletzter fünfjähriger Sohn und Bruder des Säuglings an den Verletzungen infolge des Feuers gestorben. Beide waren nach dem Brand reanimiert, in Krankenhäuser gebracht und dort seither intensivmedizinisch behandelt worden. Die Ermittlungen zur Aufklärung der Brandursache des zuständigen Fachkommissariats des Landeskriminalamtes dauern an
Schwerer Wohnungsbrand in Friedrichsfelde - Kind stirbt, zahlreiche Verletzte und über 60 Menschen gerettet
Berlin-Friedrichsfelde. Bei einem schweren Wohnungsbrand in einem Hochhaus in der Dolgenseestraße sind am Dienstagabend zahlreiche Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen lebensbedrohlich. Ein Kind erlag später seinen schweren Verletzungen. Die Berliner Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
„Die Berliner Feuerwehr ist am heutigen Abend kurz vor 20 Uhr hier in die Dolgenseestraße in Berlin-Friedrichsfelde zu einem Brand in einem Hochhaus alarmiert worden“, erklärte Feuerwehr-Pressesprecher Marco Cempirek vor Ort.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss und drohten auf die darüberliegenden Geschosse überzugreifen. Umgehend sei eine Brandbekämpfung sowohl im Innenangriff als auch über eine Drehleiter im Außenangriff eingeleitet worden. „Wir sind mit insgesamt zwei C-Rohren vorgegangen“, so Cempirek.
Eine besondere Herausforderung sei die starke Rauchentwicklung gewesen. Bereits bei Eintreffen der Feuerwehr war das Gebäude massiv verraucht. In der Folge mussten über 60 Personen durch die Einsatzkräfte gerettet oder in Sicherheit gebracht werden. Mehr als 60 Wohnungen wurden kontrolliert.
Insgesamt wurden acht Personen in Krankenhäuser transportiert. Vier von ihnen befanden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. „Drei Personen, eine Erwachsene und zwei Kinder, sind unter Reanimationsbedingungen in diese Krankenhäuser transportiert worden“, sagte Cempirek. Ein Kind erlag später seinen Verletzungen. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt in Kliniken gebracht.
Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei der betroffenen Wohnung um eine mit erhöhter Brandlast, was die Brandausbreitung zusätzlich begünstigt haben könnte.
Knapp über 20 Wohnungen sind derzeit nicht mehr bewohnbar. Der zuständige Bezirk und die Polizei kümmern sich um die Unterbringung der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner, Notunterkünfte werden vorbereitet. Unverletzte Betroffene wurden noch an der Einsatzstelle in zwei Bussen durch Feuerwehr und Rettungsdienst betreut.
Rund 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz und führten bis in die Nacht hinein Nachlöscharbeiten sowie umfangreiche Kontrollen im Gebäude durch. Aufgrund der besonderen Herausforderungen und der hohen psychischen Belastung wurde ein Einsatznachsorgeteam für die beteiligten Kräfte alarmiert. Auch Seelsorger stehen den Betroffenen vor Ort zur Seite.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
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