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Flächen- und Waldbrand in der Prignitz

Wald und Flächenbrand auf 25 Hektar - ein Verletzter Feuerwehrmann im Krankenhaus (im O-Ton) - Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Flammen bei 36 grad

Rund 100 Einsatzkräfte bringen das Feuer unter Kontrolle – Landwirte sichern mit bis zu 60.000-Liter-Wassertankern die Löschwasserversorgung – Nachlöscharbeiten dauern bis in die Nacht an.

25 Hektar verbrannt: Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Flächen- und Waldbrand bei 36 grad Celsius Ein verletzter Feuerwehrmann mit Kreislaufproblemen im Krankenhaus

Seefeld. Ein großflächiger Flächen- und Waldbrand hat am Freitag zahlreiche Feuerwehren über Stunden in Atem gehalten. Gegen 15:15 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen bereits weite Teile eines Feldes in Flammen. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes zahlreicher Ortsfeuerwehren konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Nach Angaben von Einsatzleiter Dirk Blohm wurden insgesamt rund 25 Hektar durch die Flammen zerstört. Darunter befanden sich sowohl landwirtschaftliche Flächen als auch angrenzender Wald. Teilweise griff das Feuer bereits auf die Bäume über, sodass ganze Waldbereiche in Brand gerieten. Während der Hauptbrand inzwischen unter Kontrolle gebracht werden konnte, dauerten die aufwendigen Nachlöscharbeiten bis in die Abendstunden an.

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung der weitläufigen Einsatzstelle dar. Da sich der Brand über eine große Fläche ausbreitete, musste zunächst eine ausreichende Löschwasserversorgung aufgebaut werden. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte dabei von ortsansässigen Landwirten und Unternehmen. Zeitweise waren fünf bis sechs große Traktoren mit Wasserfässern von bis zu 60.000 Litern Fassungsvermögen im Einsatz. Diese sorgten dafür, dass die Feuerwehr jederzeit ausreichend Löschwasser zur Verfügung hatte. Im Vergleich dazu führen herkömmliche Tanklöschfahrzeuge meist lediglich zwischen 4.000 und 6.000 Liter Wasser mit.

Durch den massiven Einsatz der Feuerwehren aus der Region gelang es, die Flammen relativ schnell einzudämmen. Das Feuer konnte schließlich so weit begrenzt werden, dass sich die Einsatzkräfte auf die eigentlichen Brandflächen und das Ablöschen zahlreicher Glutnester konzentrieren konnten.

Auch die extremen Temperaturen stellten eine große Belastung für die Einsatzkräfte dar. Bereits kurz nach Beginn des Einsatzes erlitt ein Feuerwehrkamerad Kreislaufprobleme und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben des Einsatzleiters geht es ihm den Umständen entsprechend gut.

Um die Gesundheit der Feuerwehrleute zu schützen, wurden frühzeitig sogenannte Marscherleichterungen angeordnet. Dort, wo es möglich war, legten die Einsatzkräfte ihre schweren Schutzjacken ab, um den Körper besser abkühlen zu können. Zudem wurden die Feuerwehrleute regelmäßig ausgewechselt und arbeiteten in den besonders heißen Bereichen möglichst nicht länger als etwa 20 Minuten am Stück. Ausreichend Getränke standen während des gesamten Einsatzes zur Verfügung. Gleichzeitig achteten die Kameradinnen und Kameraden gegenseitig auf Anzeichen körperlicher Überlastung.

Zum Schutz der Einsatzkräfte wurden die umliegenden Straßen vollständig gesperrt. Neben der Rauchentwicklung spielten dabei vor allem die zahlreichen verlegten Schläuche sowie der Fahrzeugverkehr an der Einsatzstelle eine entscheidende Rolle. Da der Rauch aufgrund der geringen Windverhältnisse überwiegend senkrecht nach oben abzog, waren umliegende Ortschaften nur gering betroffen.
Am Nachmittag befanden sich noch rund 100 Einsatzkräfte mit zahlreichen Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Im weiteren Verlauf übernahm das Amt Groß Pankow mit rund 20 Fahrzeugen die Nachlöscharbeiten sowie die Brandwache. Eine zusätzliche Brandschutzeinheit musste nach Einschätzung der Einsatzleitung nicht mehr angefordert werden.

Die Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich bis mindestens 22 Uhr andauern. Mit Einbruch der Dunkelheit sollen die Einsatzkräfte den Wald aus Sicherheitsgründen verlassen, da das Betreten des verbrannten Geländes dann zu gefährlich wird. Anschließend wird voraussichtlich die Forst die weitere Brandwache übernehmen.
Die Feuerwehr zeigt sich trotz des enormen Schadens erleichtert, dass das Feuer rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ohne das schnelle Eingreifen der zahlreichen Einsatzkräfte sowie die Unterstützung der örtlichen Landwirte und Unternehmen hätte sich der Brand bei den hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit deutlich weiter ausbreiten können.

Quelle: 7aktuell.de | Philipp Neumann

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