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Heftiger Dachgeschossbrand - Teile vom Dachgeschoss landen auf dem Marktplatz

Großbrand im Fachwerk-Ensemble - Altstadt nur knapp vor größerer Katastrophe bewahrt- 3 Drehleitern im Einsatz - Millionenschaden

Großeinsatz am Leonberger Marktplatz

LEONBERG: Dachstuhlbrand am historischen Marktplatz - Millionenschaden, zwei Häuser unbewohnbar

Ein Dachstuhlbrand hat am Freitagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr in der Leonberger Altstadt ausgelöst. Das Feuer griff auf ein benachbartes Fachwerkhaus über. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt.

Gegen 22:50 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zunächst wegen einer Rauchentwicklung in einem Gebäude am Marktplatz alarmiert. Bereits auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte die Information, dass ein Dachstuhl in Vollbrand stehen soll. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und zahlreiche weitere Kräfte, darunter mehrere Drehleitern, nachalarmiert.

„Beim Eintreffen stand ein Gebäude bereits im Vollbrand. Gleichzeitig wurde uns gemeldet, dass möglicherweise noch eine Person vermisst wird“, schilderte Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann. Glücklicherweise konnten alle Bewohner das Gebäude rechtzeitig verlassen.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der engen Altstadtbebauung besonders schwierig. „Es sind keine Abstände zwischen den Gebäuden. Ein Flammenüberschlag war deshalb jederzeit möglich“, erklärte Zimmermann. Tatsächlich griff das Feuer auf den Dachstuhl eines benachbarten Wohnhauses über. Durch den massiven Einsatz von drei Drehleitern konnte eine weitere Ausbreitung jedoch verhindert werden. „Einen weiteren Dachstuhl konnten wir komplett halten, beim betroffenen Nachbargebäude blieb der Brand auf den Dachbereich begrenzt“, so der Einsatzleiter.

Zusätzliche Probleme bereitete die starke Rauchentwicklung in den engen Gassen rund um den Marktplatz. Um die Belastung für die Einsatzkräfte zu reduzieren, setzte die Feuerwehr einen Großlüfter ein. Gleichzeitig mussten wegen der sommerlichen Temperaturen zahlreiche Atemschutztrupps regelmäßig ausgetauscht werden. „Jeder weiß, wie belastend diese Hitze schon im T-Shirt ist – unter der Schutzkleidung ist das noch einmal deutlich extremer“, sagte Zimmermann.

Im weiteren Verlauf stürzten Teile des Giebels ein. Da weitere Gebäudeteile einsturzgefährdet sind, konnte das Brandobjekt nicht mehr betreten werden. Gemeinsam mit Baufachberatern soll das historische Fachwerkhaus nun schrittweise abgetragen werden, um verbliebene Glutnester ablöschen zu können. Eine Brandwache blieb über Nacht vor Ort.

Nach Angaben der Polizei hatte eine Bewohnerin kurz vor Brandausbruch einen lauten Schlag wahrgenommen, ehe der Dachstuhl in Flammen aufging. Beide betroffenen Wohnhäuser sind derzeit unbewohnbar. Die Bewohner kamen privat unter. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Rund 120 Feuerwehrkräfte mit etwa 25 Fahrzeugen waren im Einsatz. (7aktuell)

Quelle: 7aktuell.de | Alexander Hald

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