Sie wollen zum 7aktuell B2B Portal? Lizenzieren von hochwertigem Bild- und Videomaterial.
Explosionsfähiger Stoff im Bereich

Explosionsgefahr im Gewerbepark: Evakuierung in Ettlingen - Feuerwehr kühlt Gasflaschen im evakuierten Gebiet - Bahnstrecke gesperrt

ETTLINGEN: Großeinsatz nach Brand in Gewerbepark - Explosionsgefahr durch Gasflaschen, 200-Meter-Sicherheitsradius eingerichtet

Ein Brand in einem Gewerbegebiet im Ettlinger Albtal hat am Dienstagnachmittag einen stundenlangen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk ausgelöst. Da mehrere Druckgasbehälter vom Feuer betroffen waren, bestand zeitweise Explosionsgefahr. Ein Sicherheitsradius von 200 Metern wurde eingerichtet, Anwohner und Beschäftigte mussten den Bereich verlassen.

Kurz vor 17 Uhr wurden die Feuerwehren aus Ettlingen und Waldbronn zu einem Dachstuhlbrand in einem mehrstöckigen, zum Abbruch vorgesehenen Gebäude alarmiert. Bereits beim Eintreffen drang aus mehreren Bereichen dichter Rauch.

„Wir konnten mit der Drehleiter und mehreren Löschrohren den Brand rasch bekämpfen. Das Auffinden von insgesamt vier Gasflaschen im Brandobjekt stellte uns jedoch vor eine besondere Herausforderung“, erklärte Einsatzleiter Luca Arsic, Kommandant der Feuerwehr Ettlingen. Drei der Druckgasbehälter befanden sich im Gebäude, ein weiterer lag auf dem Dach.

Als sich während der Löscharbeiten eine besonders kritische Gasflasche bewegte, verschärfte sich die Lage. „Nachdem eine besonders gefährliche Flasche ihre Position verändert hatte, mussten wir zum Schutz der umliegenden Personen schnell reagieren“, so Arsic. Gemeinsam mit Polizei, Stadtverwaltung und dem Ersten Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker wurde ein Sicherheitsradius von 200 Metern eingerichtet. Rund 30 Menschen wurden evakuiert. Die Bevölkerung wurde über Cell Broadcast, MoWaS und die Warn-App NINA vor der Explosionsgefahr und möglicher Rauchentwicklung gewarnt.

Die Feuerwehr baute eine leistungsfähige Löschwasserversorgung über die nahegelegene Alb sowie über Hydranten auf. Zusätzlich wurde Wasser über eine lange Förderstrecke aus dem Bereich Bahnhof Busenbach herangeführt. Dafür musste auch die Strecke der Albtalbahn gekreuzt werden, wodurch der Bahnverkehr vorübergehend eingeschränkt wurde. Auch die angrenzende Landesstraße blieb während des Einsatzes gesperrt.

Zur Unterstützung wurden zahlreiche Spezialkräfte hinzugezogen. Neben allen Abteilungen der Feuerwehr Ettlingen waren Feuerwehren aus Waldbronn, Malsch und weitere Einheiten des Landkreises Karlsruhe, die Berufsfeuerwehr Karlsruhe, die Werkfeuerwehr MiRO sowie Fachberater für Bau, Einsturz und Chemie im Einsatz. Das Erkundungsfahrzeug des ABC-Zuges aus Bretten führte Schadstoffmessungen durch, die keine Gefahr für die Bevölkerung ergaben. Eine Drohne der Feuerwehr Kronau unterstützte die Einsatzleitung mit Luftbildern, die Führungsgruppe der Feuerwehr Malsch koordinierte den Einsatz.

Auch das Technische Hilfswerk kam mit einer Fachgruppe Räumen zum Einsatz. Mithilfe eines Spezialbaggers konnte die auf dem Dach liegende Gasflasche geborgen werden. Die übrigen Behälter mussten nicht geborgen werden. „Der Wasserstand im Gebäude war so hoch, dass die Flaschen vollständig im Wasser lagen“, erklärte Arsic. Dadurch konnten sie dauerhaft gekühlt und eine gefährliche Bergung vermieden werden. Die Temperaturen der Behälter werden dennoch weiterhin überwacht.

Der Rettungsdienst war mit 39 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen unter Leitung des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst Yannick Bengert vor Ort. Der Psychosoziale Notfalldienst betreute Betroffene. Für evakuierte Anwohner wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt kurzfristig eine Unterbringung in einem örtlichen Hotel organisiert.

Um 23 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Sperrungen wurden aufgehoben. Der Brand war zu diesem Zeitpunkt weitgehend gelöscht, lediglich einzelne Glutnester mussten noch abgelöscht werden. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Insgesamt waren zeitweise rund 250 bis 300 Einsatzkräfte aller Organisationen im Einsatz. Während des Großeinsatzes stellte der Brandschutzzug Nord des Landkreises Karlsruhe den Grundschutz für Ettlingen sicher, die Berufsfeuerwehr Karlsruhe brachte zusätzlich einen Abrollbehälter Löschwasser an die Einsatzstelle.

Quelle: 7aktuell.de | Alexander Hald

Der 7aktuelle Newsletter

Erhalten Sie immer die neusten Informationen per E-Mail, direkt in Ihr Postfach. Unser Team ist rund um die Uhr im Einsatz um Geschichten zu finden und über die neusten Nachrichten zu berichten. Wir informieren Sie täglich um 17 Uhr per Mail, was in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg passiert ist.

Ihre Privatsphäre ist uns wichtig. Wir versprechen, Ihnen keinen Spam zu schicken!

Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihnen www.7aktuell.de den ausgewählten Newsletter an Ihre angegebene Adresse übersendet. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft durch den in dem Newsletter enthaltenen Abmelde-Link widerrufen. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.