Verfolgungsfahrt mit über 200 km/h endet mit schwerem Unfall auf der A10 – 38-Jähriger schwer verletzt
Mühlenbecker Land. Zu einer spektakulären Verfolgungsfahrt mit anschließendem schweren Verkehrsunfall kam es in den frühen Morgenstunden des Donnerstags gegen 03:00 Uhr auf der Bundesautobahn A10. Ein 38-jähriger Autofahrer entzog sich einer Polizeikontrolle und flüchtete mit teilweise mehr als 200 km/h über den Berliner Ring, bevor die Fahrt zwischen den Anschlussstellen Mühlenbeck und Birkenwerder im Straßengraben endete.
Nach Angaben von Sandro Grapentin, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei Walsleben, war den Beamten der Kia zunächst auf dem südlichen Berliner Ring im Bereich Genshagen durch seine verkehrswidrige Fahrweise aufgefallen. Die Einsatzkräfte entschieden sich daraufhin, das Fahrzeug anzuhalten. Der Fahrer ignorierte jedoch sämtliche Anhaltesignale und setzte seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fort.
Es entwickelte sich eine rund 100 Kilometer lange Verfolgungsfahrt über den Berliner Ring. Während der Flucht kam es im Bereich des östlichen Berliner Rings in einer Baustelle bereits zu einer Kollision mit einem Streifenwagen der Polizei. Dabei wurde das Heck des Polizeifahrzeugs beschädigt. Trotz des Zusammenstoßes setzte der Flüchtige seine Fahrt unvermindert fort.
Erst auf der A10 zwischen den Anschlussstellen Mühlenbeck und Birkenwerder verlor der Fahrer bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Kia. Das Fahrzeug kam nach rechts von der Fahrbahn ab, kollidierte im Böschungsbereich und kam schließlich im Straßengraben zum Stehen.
Nach dem Unfall geriet der Pkw im Frontbereich in Brand. Noch bevor die Feuerwehr eintraf, gelang es den eingesetzten Polizeikräften, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu löschen und so ein größeres Feuer zu verhindern. Anschließend wurde der schwer verletzte Fahrer aus dem Fahrzeug gerettet, zunächst im Rettungswagen medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Wie Grapentin erklärte, stellte die Verfolgungsfahrt eine außergewöhnliche Herausforderung für die eingesetzten Beamten dar. Oberstes Ziel sei gewesen, andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Trotz der enormen Geschwindigkeiten sei dies gelungen. Verletzt wurde ausschließlich der flüchtige Fahrer.
Der 38-jährige deutsche Fahrzeugführer muss sich nun wegen mehrerer Straftaten verantworten. Sein Führerschein wird beschlagnahmt. Zudem wird im Krankenhaus eine Blutentnahme durchgeführt. Ob Alkohol, Betäubungsmittel oder Medikamente eine Rolle gespielt haben, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Das Unfallfahrzeug wurde zur Eigentumssicherung sichergestellt.
Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Verfolgungsfahrt sowie zu den Hintergründen der Flucht dauern an.
Erhalten Sie immer die neusten Informationen per E-Mail, direkt in Ihr Postfach. Unser Team ist rund um die Uhr im Einsatz um Geschichten zu finden und über die neusten Nachrichten zu berichten. Wir informieren Sie täglich um 17 Uhr per Mail, was in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg passiert ist.
Ihre Privatsphäre ist uns wichtig. Wir versprechen, Ihnen keinen Spam zu schicken!
Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihnen www.7aktuell.de den ausgewählten Newsletter an Ihre angegebene Adresse übersendet. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft durch den in dem Newsletter enthaltenen Abmelde-Link widerrufen. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.