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Altpapier, PET-Flaschen und Getränkekisten in Vollbrand - Feuerwehr verhindert Übergriff auf Gebäude

Großbrand am Getränkelager: Altpapier, PET-Flaschen und Getränkekisten in Vollbrand - 95 Feuerwehrkräfte im Einsatz- Schwarze Rauchsäule dutzende Kilometer weit sichtbar

NEUHAUSEN/SIELMINGEN: Altpapier, PET-Flaschen und Getränkekisten in Vollbrand - Feuerwehr verhindert Übergriff auf Gebäude

Ein Brand größerer Mengen gelagerter Abfälle und Leergut hat am Samstag bei Neuhausen auf den Fildern einen Großeinsatz ausgelöst. Eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule stieg über der Einsatzstelle im Bereich des Penny-Lagers auf. Rund 95 Feuerwehrkräfte mit 18 Fahrzeugen waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr Neuhausen wurde nach Angaben von Kommandant und Einsatzleiter Thomas Ernst um 12.43 Uhr mit dem Alarmstichwort „Brand 3“ in den Bereich des Penny-Lagers alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war die massive Rauchentwicklung zu erkennen.

„Auf der Anfahrt zeigte sich schon eine große Rauchentwicklung. Daraufhin wurde Lage auf Sicht gegeben und gleich die Wasserkomponente nachgefordert“, berichtet Ernst. Zu diesem Zeitpunkt sei noch unklar gewesen, ob das Feuer direkt auf dem Penny-Gelände, auf einem angrenzenden Acker oder einer Vegetationsfläche brannte. Aufgrund der Rauchentwicklung rechnete die Feuerwehr frühzeitig mit einem hohen Löschwasserbedarf.

Beim Eintreffen bestätigte sich ein ausgedehnter Brand im Außenbereich. „Da standen tatsächlich Pfand, PET-Flaschen, Paletten mit Abfall, Paletten mit Pappe und auch Leergut und Getränkekisten im Vollbrand“, schildert Ernst das erste Lagebild.

Eine der wichtigsten Aufgaben bestand darin, ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Entsorgungsgebäude zu verhindern. Das eigentliche Zentrallager befindet sich laut Feuerwehr noch einige Meter von der Brandstelle entfernt. „Die erste Gefahr war natürlich ein Übergriff. Deshalb wurden sofort Riegelstellungen mit mehreren Strahlrohren aufgebaut, um das Feuer vom Gebäude abzuhalten“, so Ernst. Parallel dazu gingen weitere Kräfte direkt gegen den Brand vor.

Auch auf der Rückseite der Einsatzstelle wurde die Brandbekämpfung über einen Feldweg aufgenommen. Das Feuer hatte dort bereits auf eine kleinere, aufgrund der Witterung ausgetrocknete Grasfläche übergegriffen. Diese Brandausbreitung konnte nach Angaben des Einsatzleiters jedoch schnell eingegrenzt und abgelöscht werden.

Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Aufgrund des zunächst unklaren Ausmaßes und der massiven Brandentwicklung forderte die Einsatzleitung frühzeitig zusätzliche Kräfte und wasserführende Fahrzeuge aus der Umgebung an. Außerdem wurden weitere Atemschutzgeräteträger benötigt. Unter anderem unterstützte die Feuerwehr Esslingen mit Atemschutz- und Wasserkomponenten. Aus Filderstadt wurde ebenfalls ein zusätzliches wasserführendes Fahrzeug angefordert.

Nach dem Ablöschen der offenen Flammen konzentrierten sich die Arbeiten auf zahlreiche Glutnester innerhalb der gelagerten und teilweise gepressten Materialien. Wärmebildkameras sowie eine Drohne der Drohnengruppe Kirchheim-Nabern zeigten weiterhin Hitzeherde im Inneren.

„Die Drohnenbilder zeigen genau, dass da noch Glutnester vorhanden sind“, erklärte Ernst. Ein Bagger wurde deshalb zur Einsatzstelle gerufen, um die Ballen und das Brandgut auseinanderzuziehen. Anschließend müssen die Materialien Stück für Stück abgelöscht werden.

Zusätzlich erschwerten die hohen Temperaturen die körperlich anstrengenden Arbeiten. Besonders die unter Atemschutz eingesetzten Feuerwehrleute waren einer erheblichen Belastung ausgesetzt. Nach 20 bis 30 Minuten intensiver Brandbekämpfung hätten einzelne Kräfte eine Pause sowie Getränke und Traubenzucker benötigt. Verletzte gab es nach Angaben des Einsatzleiters jedoch nicht.

Bei Einsatzkräften außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs wurde im weiteren Verlauf Marscherleichterung angeordnet. „Die, die nicht direkt am Brandherd sind, brauchen dann auch nicht unbedingt noch eine dicke Einsatzjacke“, erklärte Ernst mit Blick auf die sommerlichen Temperaturen.

Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr rund 95 Feuerwehrangehörige mit 18 Fahrzeugen verschiedener Feuerwehren im Einsatz. Hinzu kamen sechs Polizeibeamte mit drei Streifenwagen sowie fünf Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes mit zwei Fahrzeugen zur Absicherung der Einsatzkräfte.

Die L1209 zwischen Neuhausen auf den Fildern und Filderstadt-Sielmingen war aufgrund des Einsatzes in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Auswirkungen der starken Rauchentwicklung auf den Flugbetrieb des nahe gelegenen Flughafens Stuttgart waren der Einsatzleitung nicht bekannt.

 

+++ Polizei-PM +++

Neuhausen auf den Fildern (ES): Brand auf Zentrallagergelände

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind am Samstagmittag zu einem Brand in die Bernhäuser Straße ausgerückt. Gegen 12.45 Uhr teilten mehrere Anrufer über Notruf eine starke Rauchentwicklung, ausgehend vom Gelände des Zentrallagers eines Lebensmittel-Discounters, mit. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte standen auf einem Lagerplatz im Freien zahlreiche Paletten, auf welchen gepresste Kunststoffflaschen sowie Getränkekisten gelagert waren, in Brand.

Das Feuer hatte aufgrund der Trockenheit zudem bereits eine angrenzende Wiesenfläche entzündet. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr, die mit 18 Fahrzeugen und 90 Einsatzkräften tätig war, konnte ein Übergreifen auf eine angrenzende Lagerhalle verhindert werden. Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung und der Löscharbeiten musste die angrenzende Landesstraße 1209 bis 14 Uhr voll gesperrt werden. Zu Einschränkungen des Flugbetriebs am unmittelbar angrenzenden Flughafen Stuttgart kam es nicht.

Der Sachschaden beläuft sich den ersten Schätzungen zufolge auf etwa 50.000 Euro, Personen wurden nicht verletzt. Die polizeilichen Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache dauern an. Die Nachlöscharbeiten der Feuerwehr dauern zur Stunde weiter an. (pol)

Quelle: 7aktuell.de | Oskar Eyb

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