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Prolematisch: Rauchausbreitung über Lüftungsschächte

Tiefgaragenbrand: über 50 Bewohner evakuiert - 4 Autos einer Doppelparker-Anlage in Brand

Nachlöscharbeiten schwierig: An unteren Doppelparker kein Rankommen

LUDWIGSBURG: Vier Autos brennen in Tiefgarage unter großem Wohnkomplex - 56 Wohnungen evakuiert

Ein Brand in einer Tiefgarage hat in Ludwigsburg einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. In einer automatischen Doppelparker-Anlage standen nach Angaben der Feuerwehr vier Fahrzeuge in Flammen. Wegen der massiven Rauchentwicklung ließ die Feuerwehr fünf darüberliegende Wohngebäude mit insgesamt 56 Wohnungen vollständig räumen. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand.

Die Feuerwehr war zunächst wegen einer Rauchentwicklung in die Martin-Luther-Straße 20 alarmiert worden. „Als wir ankamen, haben wir festgestellt, dass es sich um einen Brand in einer Tiefgarage handelt. Wir haben dann sofort das Alarmstichwort erhöht“, berichtet Marco Buess, Einsatzleiter vom Dienst bei der Feuerwehr Ludwigsburg.

Die Tiefgarage erstreckt sich unter insgesamt fünf Gebäuden mit 56 Wohnungen – jeweils 28 Wohnungen befinden sich nach Angaben der Feuerwehr im vorderen und hinteren Gebäudeteil. In der Garage entwickelte sich dichter Rauch, der bereits in Richtung der Treppenräume drückte.

Die Bewohner konnten die Gebäude selbstständig verlassen. „Wir mussten nur noch kontrollieren, dass alle draußen sind. Das können wir aktuell auch so bestätigen“, so Buess.

Problematisch war insbesondere die Ausbreitung des Rauchs über die Lüftungsschächte. Dieser zog nach oben und gelangte durch geöffnete Fenster teilweise in die Wohnungen. „Deshalb haben wir entschieden, dass alle fünf Häuser geräumt werden“, erklärt der Einsatzleiter.

Für die Bewohner wurde in der nahe gelegenen Rundsporthalle eine Betreuungsstelle eingerichtet. Dort sollen die Menschen aus den 56 Wohnungen zunächst untergebracht und betreut werden. Ob und wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren können, war zunächst noch nicht absehbar. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Betreuung, während die Polizei die Bewohner registrierte und Wohnungsschlüssel einsammelte. Dadurch soll der Feuerwehr ermöglicht werden, anschließend jede einzelne Wohnung zu kontrollieren.

Eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte stellte die Konstruktion der betroffenen Tiefgarage dar. In einem kleineren Garagenbereich befinden sich sogenannte Doppelparker, bei denen Fahrzeuge auf zwei Ebenen übereinander abgestellt werden.

„Von diesen vier Doppelparkern stehen zwei in Vollbrand - jeweils ein Auto unten und ein Auto oben“, schildert Buess. Damit waren nach Angaben der Feuerwehr insgesamt vier Fahrzeuge vom Brand betroffen.

Während die offenen Flammen weitgehend bekämpft werden konnten, gestalteten sich die Nachlöscharbeiten schwierig. Vor allem die auf der unteren Ebene der Doppelparker stehenden Fahrzeuge waren für die Feuerwehr nur schwer erreichbar. „Da kommen wir aktuell nicht ran. Der Doppelparker versperrt die Sache“, so Buess.

Ein Großlüfter wurde eingesetzt, um Frischluft in die Tiefgarage zu drücken und den Rauch über die vorhandenen Lüftungsschächte aus dem Gebäude zu transportieren. Dadurch sollen die Sichtbedingungen verbessert werden, damit die Einsatzkräfte gezielt nach möglichen verbliebenen Brand- und Glutnestern suchen können.

Zusätzlich erschweren die sommerlichen Temperaturen den Einsatz. Die ersten unter hoher körperlicher Belastung eingesetzten Feuerwehrkräfte wurden bereits abgelöst und durch frische Kräfte ersetzt. Aufgrund der Größe des Einsatzes wurde umfangreich nachalarmiert. Eine zusätzliche Führungsgruppe unterstützt die Einsatzleitung.

Die Nachlöscharbeiten sowie die Kontrolle der Tiefgarage und der darüberliegenden Wohnungen dauern an. Erkenntnisse zur Brandursache liegen bislang nicht vor.

Quelle: 7aktuell.de | Alexander Hald

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