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Großer Polizeieinsatz sorgt für Aufsehen

"Gefangenenaufstand"? - Renitente Insassen in Abschiebungshafteinrichtung - Konflikt in Abschiebehaft führt zu großem Polizeieinsatz

Offenbar wollen etwa 20 Insassen nicht abgeschoben werden

Pforzheim (ots) Nach aktuellem Stand der Ermittlungen meldeten Bedienstete der Abschiebehafteinrichtung Pforzheim gegen 18:15 Uhr renitente Insassen. Zuvor sollen mehrere Personen gegenüber Mitarbeiter der Abschiebehafteinrichtung aus noch nicht abschließend geklärter Ursache verbal aggressiv gewesen sein. Die Untergebrachten wurden vorsorglich in einem Bereich des Gebäudes separiert. Im weiteren Verlauf konnte Kontakt zu den 20 betreffenden Personen hergestellt werden. Diese zeigten sich kooperativ, sodass alle im Anschluss widerstandslos durch Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz sowie des Polizeipräsidiums Pforzheim in deren Zimmer gebracht werden konnten.

Die Untergebrachten, Bedienstete oder Einsatzkräfte wurden nicht verletzt. Eine Gefahr für unbeteiligte Dritte bestand über den gesamten Einsatzverlauf nicht.

Die Ermittlungen des Polizeipräsidiums Pforzheim insbesondere zu den einzelnen Geschehensabläufen dauern weiter an.
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Pforzheim: Großes Polizeiaufgebot an Abschiebehafteinrichtung – „Statisch, aber gefährlich“

Ein großes Polizeiaufgebot ist am Donnerstagabend an der Abschiebehafteinrichtung in Pforzheim zusammengezogen worden. Gegen 18.15 Uhr meldeten Bedienstete der Einrichtung nach Polizeiangaben renitente Insassen. Die betreffenden, wohl rund 20  Personen, befinden sich inzwischen in einem separierten Bereich. Verletzte sind bislang nicht bekannt. Für Unbeteiligte bestehe nach Angaben der Polizei keine konkrete Gefahr.

Nach Informationen der „Pforzheimer Zeitung“ waren am Abend mindestens neun Einsatzfahrzeuge vor Ort. Nahezu alle verfügbaren Kräfte des Polizeipräsidiums Pforzheim seien nach Angaben eines Polizeisprechers im Einsatz. Die örtlichen Beamten würden offenbar zusätzlich durch auswärtige Kräfte unterstützt.

Die Polizei sperrte nach Angaben der „Pforzheimer Zeitung“ den Bereich um die Kreuzung Erbprinzenstraße/Rohrstraße in einem Radius von etwa 40 Metern. Zeitweise konnten dem Bericht zufolge auch Anwohner innerhalb des abgesperrten Bereichs nicht zu ihren Wohnungen zurückkehren.

Die „Pforzheimer Zeitung“ beschreibt die Stimmung der Einsatzkräfte als angespannt. Unter den eingesetzten Polizisten befänden sich auch Beamte mit Sturmhauben. Ein Beamter beschrieb die Situation gegenüber der Zeitung als „statisch, aber gefährlich“.

Der Einsatz zog zahlreiche Schaulustige an. Nach Angaben der „Pforzheimer Zeitung“ beobachteten Anwohner das Geschehen aus ihren Fenstern, weitere Menschen versammelten sich in der Rohrstraße.

Die Polizei erklärte, sie verschaffe sich ein umfassendes Bild der Lage und sei mit starken Kräften vor Ort. Einzelheiten dazu, was sich innerhalb der Abschiebehafteinrichtung ereignet hat, nennt sie bislang nicht.

Bekannt ist lediglich, dass sich die betreffenden Insassen nach dem aktuellen Stand in einem räumlich abgetrennten Bereich der Einrichtung befinden. Wie viele Menschen beteiligt sind und was dem Vorfall vorausging, ist weiterhin offen.

Wegen des Einsatzes beendete das Polizeipräsidium nach Angaben der „Pforzheimer Zeitung“ auch einen für Donnerstag angesetzten WhatsApp-Marathon vorzeitig.

Die polizeilichen Maßnahmen dauern am Abend weiter an. Der Bereich um die Abschiebehafteinrichtung bleibt von dem Einsatz und den Absperrungen betroffen.

Quelle: 7aktuell.de | Simon Adomat

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