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Sport

9. Fight Night Kickboxen in Nürtingen: Neuer Europameister WKU aus Göppingen

Actiongeladenes Kickboxen, ein neuer Europameister und überraschende Romantik bei der 9. Nürtinger Fight Night

NÜRTINGEN: Komplett aufgeheizt war die Stimmung in der Nürtinger Stadthalle K3N am vergangenen Samstag, und das schon lange vor dem Haupt-Kampf des Abends um die Europameisterschaft im Kickboxen. Knapp 800 Zuschauer kamen um bei der Nürtinger Fight Night die Kämpfe hautnahe zu erleben, und bescherten dem Veranstalter ein volles Haus. Der Nürtinger Stefan Jelusiv sicherte sich gleich bei seinem ersten Kampf im Vollkontakt Kickboxen den Sieg, ging aber zusammen mit dem Wernauer Bernado Martorana auch sonst als einziger lokaler Kämpfer mit einem der begehrten Gürtel nach Hause. Neue Europameister im Kickboxen der World Kickboxing and Karate Union (WKU) wurde der Deutsch-Italiener Massimo De Lorenzo aus Göppingen - und überaschte nach seinem Sieg mit Herz.

Mit 13 Kämpfe wurde den Zuschauern am Samstagabend in Nürtingen allerhand geboten. Nahezu ausverkauft war daher das K3N, und unter den Gästen des breit gemischten Publikums fanden sich auch Prominente wie der Boxer und ehemalige WBA-Weltmeister Firat Arslan und der türkische Generalkonsul Ahmet Akinti aus Stuttgart. Allesamt gekommen um zu sehen, wie es im Ring so richtig zur Sache geht, denn friedlich geht es beim Kickboxen nicht zu: gezielte Tritte in den Magen, schnelle Boxhiebe nacheinander ins Gesicht bis die Nase nachgibt, Blutspritzer in die erste Reihe. Es ist kein Sport für Weicheier. Frauen finden sich unter den Kämpfern dennoch, und wirken gar zierlich - zumindest bis sie zu ihren ersten harten Tritten ansetzen. Es sind Töchter, die man abends alleine nach Hause laufen lassen kann.
Aus den Nürtinger Reihen startete in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm Stefan Jelusiv  für die veranstaltetende Kampfsport Akademie Nürtingen. Für ihn war es sein allererste Kampf in Vollkontakt, und er musste kurzfristig krankheitsbedingt als Ersatz-Kämpfer einspringen. Doch trotz kurzer Vorbereitung, das Trainig zahlte sich aus und so setzte er sich souverän gegen Stefan Michalczyk aus Villingen-Schwennigen durch - und sicherte sich seinen Sieg.
Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm Startgewicht traf der Nürtinger Marco Cefalu auf Robin Reimer aus München. Cefalu galt als Favorit, wurde in den fünf Runden mit je 2 Minuten aber von seinem Kontrahenten hart rangenommen und musste schwer einstecken. Bis zuletzt hielt er standhaft dagegen und versuchte das Ruder wieder an sich zu reißen. Am Ende war es knapp, doch nach Punkten eindeutig, und so ging der Gürtel an Reimer.
Mehr Glück hatte Bernado Martorana aus Wernau. Er war in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm angetreten im Titelkampf um den Pro AM Deutschen Meister. Und er machte es seinem Gegner Malsor Tafaj aus Villingen-Schwenningen ab dem ersten Moment schwer im Ring. Bereits in der ersten Runde ging Martorana mit einem regelrechten Gewitter aus Schlägen auf seinen Gegner los und brachte ihn gekonnt mehrmals zu Fall. Ein Schlag traf Tafaj, noch immer in der ersten Runde, mit voller Wucht über den Auge und sorgte für eine klaffende Kopfplatzwunde. Als diese auch in der nächsten Runde nicht aufhörte zu bluten, brach der Schiedsrichter den Kampf schließlich ab und kührte Martorana zum Sieger nach Punkten. Die Zuschauer verkrafteten die Enttäuschung über den verkürzten Kampf. Ohnehin war die Stimmung im Saal zeitweise regelrecht am Kochen, immer wieder die Rufe aus dem Publikum nach einem "Low-Kick!" oder "Mach ihn fertig!". Doch es scheint gewaltätiger als es ist, versichert auch der Veranstalter Ertekin Arslan von der Kampfsport Akademie Nürtingen: "Es ist ein Kampf, klar, aber die Kämpfer haben nichts gegen einander". Das zeigt sich auch ständig im Ring, dem Gegner wird immer Respekt gezollt. Und auch wenn die Tritte hart sind und eine Nase dabei den Kürzeren zieht, man gibt aufeinander Acht, und jeder einzelne Kämpfer gönnte seinem Kontrahenten den Sieg. Auch, und vorallem wenn es mal schwerfällt, so wie beim "Superfight" des Abends: Reinhard Haller, Lokalmatador von der Kampfsport Akademie in der Gewichtsklasse bis 83 Kilogramm traf auf seinen durchaus würdigen Gegner Mirawais Maudodi aus München. Doch Haller war vorgeschädigt, hatte noch mit einem abklingenden Kreuzbandriss zu Kämpfen. Und so kam in Runde 1 das völlig unerwartete: Haller holte zum Schlag aus und trat mit voller Wucht gegen seinen Gegner. Dabei überstreckte er sein Bein so weit, dass ihm die Kniescheibe ausgesprungen ist. Nach zögerlichen weiteren Versuchen war schnell klar, dass diese Verletzung zu schwerwiegend ist, Schiedsrichter Goran Filipovic das Spiel also abermals vorzeitig abbrechen musste. Und das beim Superfight, in der ersten Runde. Die Enttäuschung der Fans war groß, die Entscheidung des Schiedsrichters aber nachvollziehbar und völlig gerechtfertigt - da widersprachen auch die Kämpfer nicht. Zumal Filipovic als Name in der Kämpfer-Szene gilt, und auch schon bei der bekannten Kickboxerin Dr. Christina Theiss im Ring für Ordnung und Fairness sorgte. Schließlich mussten auch hier die Ringrichter Hasan Cataltas (Türkei), Chris Legion (Polen) und Michael Mutschler (Deutschland) nach Punkten entscheiden. Der Sieg ging daher an den angereisten Kämpfer Maudodi.
Angekündigter Höhepunkt des Abends war der Kampf um die Europameisterschaft im Kickboxen (WKU) bis 84 Kilogramm. Ein Kampf, der hart und erbittert bis zum Ende geführt wurde und das bot, wofür so viele Zuschauer angereist waren: Action, und Blutspritzer. Für Italien angetreten war der Deutsch-Italiener Massimo De Lorenzo aus Göppingen. Dieser überzeugte auch in den vorherigen Jahren immer wieder bei der Fight Night, ein spannender Kampf wurde somit vorhergesehen. Sein Gegner des Abends: David Subjak, der für die Slowakei antrat. Nach zögerlichen ersten Annäherungsversuchen ging es dann plötzlich Schlag auf Schlag, De Lorenzo ließ seinem Kontrahenten keinem Moment mehr zum Verschnaufen. Dieser konnte sich zwar anfangs auch noch zur Wehr setzen und ein paar ordentliche Treffer landen, aber steckte mit jeder Runde mehr ein. So war es auch seine Nase die an diesem Abend verlor als ein Treffer sie frontal erwischte, und sie nicht mehr ganz so aussah wie zuvor. Die Verletzung war nicht schwerwiegend, der Kampf wurde fortgesetzt, und mit jedem Treffer spritze wieder etwas mehr Blut auf unseren Reporter. Man wollte nicht in Subjaks Haut stecken. De Lorenzo aber war angespornt, und hatte ein kleines Geheimnis bevorstehend. Dafür wollte er aber erst den Sieg, und diesen sicherte er sich schließlich auch nach fünf mal drei heftigen Minuten am Samstag -  und ist somit neuer Europameister seiner Klasse. Von Glücksgefühlen beflügelt, nutze er den Moment und überaschte seine langjährige Freundin mit einem Heiratsantrag - stiilecht mit Ring, im Ring. Sein zweiter Erfolg an diesem Abend. Und es zeigt, in jeder noch so durchtrainierten Schale steckt scheinbar ein Herz.

Text: Daniel Jüptner




Beteiligte Hilfsorganisationen:

  • Polizei

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