Brand der Eselsmühle - Beliebtes Ausflugsrestaurant im Siebenmühlental brennt zum Teil ab

Foto: Feuerwehr LE

Ein verheerendes Feuer hat die Eselsmühle in Leinfelden-Echterdingen in den frühen Montag Morgenstunden erfasst und zu einem großen Großeinsatz der Hilfsorganisationen in der Region geführt.

Das Gebäude, das einen Laden, eine Gaststätte und Wohnungen beherbergt, stand in Vollbrand.

Mehr als 100 Feuerwehrleute waren vor Ort, um den Brand zu bekämpfen und konnten glücklicherweise verhindern, dass die Flammen auf benachbarte Gebäude übergreifen. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro, verletzt wurde zum Glück niemand. Die Ermittlungen zur Brandursache sind im Gange.

Die über 600 Jahre alte Eselsmühle, ein beliebtes Naherholungsziel im weit über seine Grenzen hinaus bekannten Stuttgarter Siebenmühlental, blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Erstmals im 15. Jahrhundert als Mühle genutzt, trägt sie seit 1582 ihren heutigen Namen. Nach umfangreichen Umbauten im 19. Jahrhundert und der Elektrifizierung 1934, verzaubert sie Besucher als "ein Stück heile Welt".

+++ Pressemeldung der Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen

Um 05.29 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Esslingen die Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen zu einem Brand in der Mühlenstraße.

Ein Brand an oder auf einem Balkon war das Alarmstichwort mit dem die Einsatzkräfte die Eselsmühle anfuhren. Die Lage entwickelte sich jedoch zum ausgedehnten Gebäudebrand in einem als Café genutztes Gebäude. Nach erster Lageerkundung und Einleitung der Löschmaßnahmen entstand ein Großeinsatz für die Feuerwehr LE.

Die Löschwasserversorgung gestaltete sich gerade am Beginn des Einsatzverlaufes schwierig. Umgehend wurden weitere wasserführende Fahrzeuge von der Feuerwehr Filderstadt sowie vom Flughafen Stuttgart angefordert. Zusätzlich wurden ein Schlauchwagen aus der Nachbargemeinde Steinenbronn zur Verlegung einer sicheren Leitung für die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke nachgefordert.

Zu Einsatzbeginn erfolgte die Wasserversorgung von den eingesetzten Löschfahrzeugen, parallel wurde mit Hochdruck eine stabile Versorgung von 2 Seiten der Einsatzstelle aufgebaut. Es erfolgte eine Wasserentnahme vom angrenzenden Reichenbach, von einem Hydranten im Stadtteil Musberg sowie von einem Hydranten im Bereich des Klärwerkes.

Insgesamt wurden über 1,5 km Schlauchleitungen verlegt.

Zur Koordination der Einsatzmaßnahmen bildete Einsatzleiter Frank Luz einen "Abschnitt Wasserversorgung und Bereitstellung" sowie einen "Abschnitt Brandbekämpfung".

Eine Vielzahl an eingesetzten Atemschutztrupps machten eine Alarmierung des Gerätewagen Atemschutz aus Esslingen notwendig.

Insgesamt waren zwei Drehleitern (eine davon mit einem sog. Wenderohr) sowie sechs Löschrohre bei der Brandbekämpfung eingesetzt. Aufgrund der ausgedehnten Löschmaßnahmen setzte die Feuerwehr zur Vermeidung von Umweltschäden am angrenzenden Bach ein Ölsperre. Ein Gastank, welcher das Gebäude versorgte, musste aufgrund des Brandereignisses von der Feuerwehr abgeschiebert werden. Unterstützend war ein Polizeihubschrauber zur Aufnahme von Luftbildern und zur Unterstützung der Einsatzleitung im Einsatz.

Glücklicherweise kamen bei diesem Einsatz keine Menschen oder Tiere zu Schaden.

Das Gebäude wurde durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen, ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden. An der Einsatzstelle machte sich Oberbürgermeister Klenk ein Bild der Lage.

Die Einsatzleitung unter Kommandant Frank Luz wurde von Kreisbrandmeister Guido Kenner unterstützt.

Die Feuerwehren aus LE, Filderstadt, Esslingen, Steinenbronn und dem Flughafen Stuttgart war mit rund 112 Einsatzkräften und 22 Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und die Untere Umweltschutzbehörde war ebenfalls an der Einsatzstelle.

Organisationen: Polizei, Rettungsdienst, FF Esslingen, FF Steinenbronn, FF Filderstadt, WF Flughafen Stuttgart, DRK

(FW LE)

Quelle: Oskar Eyb