Umgekippter Gefahrgut-Lkw legt A24 lahm: Vollsperrung Richtung Berlin
Neuruppin – Ein schwerer Lkw-Unfall hat am Donnerstagvormittag für eine Vollsperrung der Autobahn 24 in Fahrtrichtung Berlin gesorgt. Ein mit 24 Tonnen Gefahrgut beladener Sattelzug kippte auf dem Parkplatz "Rhinluch" um. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.
Am Donnerstag gegen 09:45 Uhr ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Neuruppin und Neuruppin-Süd ein Unfall mit weitreichenden Folgen. Ein 66-jähriger polnischer Lkw-Fahrer verlor aus bislang ungeklärter Ursache in der Kurve der Parkplatzzufahrt "Rhinluch" die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Lastwagen kippte auf die Seite und blieb liegen.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte zur Unfallstelle. Neben Polizei und Rettungsdienst waren rund 83 Einsatzkräfte der Feuerwehr, darunter auch die spezialisierte Gefahrstoffeinheit des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, im Einsatz. "Bei der ersten Lageerkundung wurde festgestellt, dass es sich um einen Gefahrgut-Lkw handelt", erklärte Richard Arndt, Einsatzleiter der Feuerwehr Neuruppin. "Wir haben sofort die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet, die Gefahr erkannt und einen Sperrkreis von 50 Metern eingerichtet."
Die größte Sorge der Einsatzkräfte galt dem geladenen Stoff. Glücklicherweise blieb der Tank des Fahrzeugs unbeschädigt, sodass keine gefährliche Substanz austreten konnte. Der Fahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Für den Verkehr in Richtung Berlin hat der Vorfall erhebliche Konsequenzen. "Die Polizei musste die Richtungsfahrbahn komplett sperren", bestätigte Oliver Plank, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei Walsleben. Die aufwendigen Bergungsarbeiten stellen die Helfer vor eine große Herausforderung. Zuerst muss der Gefahrstoff sicher umgepumpt werden, bevor der umgekippte Lkw aufgerichtet und abtransportiert werden kann. Diese Arbeiten werden von einer Spezialfirma durchgeführt.
Autofahrer in Richtung Berlin müssen sich auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen und werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die Vollsperrung wird nach Einschätzung der Behörden noch einige Stunden andauern.
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