Mittwoch | 12.02.2020 | Meßstetten
| Rettung

Tausende Spraydosen explodieren und fliegen durch die Luft: Flammeninferno vernichtet Lager eines Tierfutter- & Schädlingsmittelhändlers - Spraydosen liegen hunderte Meter verteilt, Nachbargebäude beschädigt - Schneesturm zieht zudem auf - Millionenschade

MESSSTETTEN: Ein Großfeuer vernichtete am Dienstagabend gegen 20 Uhr eine Lager- und Geschäftshalle eines Händlers für Tiernahrung, Futtermittel und Schädlingsbekämpfungsmittel. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand ein kleiner Teil der Halle im hinteren Bereich in Brand. Offenbar entfachte sich das Feuer vermutlich auf der am Dach befestigten Photovoltaikanlage. Jedoch zündeten die Flammen so schnell durch, dass kurz darauf die ganze Lagerhalle lichterloh brannte. Während des Brandes explodierten hunderte Spraydosen mit Schädlingsbekämpfungsmittel (Ameisen, Motten, etc.). Die Dosen explodierten Teilweise auch in der Luft und schleuderten sich gegenseitig im Umkreis mehrere hundert Meter weit. Auf dem anliegenden Feld liegen hunderte verschmorte und explodierte Spraydosen rum. Durch die enorme Hitze und dem starken Wind wurde auch ein Nachbargebäude und eine Scheune, was über 100 Meter weg stand, beschädigt: Rolladen sind geschmolzen und Fensterscheiben zerborsten.

Zudem wurden die Löscharbeiten immer wieder von mehreren Windböen und Schneestürmen behindert. Für die Feuerwehrleute keine leichte Arbeit bei minus 2-3 Grad.

Die Lagerhalle konnte jedoch auch mit der massiven Löschkraft der Feuerwehr nicht gerettet werden und stürzte in sich zusammen. Der Brand wird noch bis in die Morgenstunden nicht gelöscht sein und auch den ganzen Mittwoch andauern.

Zur genauen Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Es wird allerdings vermutet, dass der vorherige Sturm evtl. die Solaranlage beschädigt hat und es dadurch zu einem technischen Defekt gekommen seien könnte.


Polizei-Pressemeldung:
Meßstetten (ZAK): Das Firmengebäude eines Meßstettener Tierfutter-Vertriebs in der Lautlinger Straße fiel am Dienstagabend gegen 20 Uhr einem Brand zum Opfer. Dabei entstand vermutlich Sachschaden in Millionenhöhe. Zwei angrenzende Wohngebäude mussten vorübergehend evakuiert werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen bemerkten Passanten als Erste den Ausbruch des Feuers im Bereich der Photovoltaik-Anlage und verständigten den im Gebäude befindlichen Geschäftsführer. Erste eigene Löschversuche schlugen fehl, weshalb umgehend die Feuerwehr alarmiert wurde. In der Folge brannte das Gebäude, welches früher als Tennishalle genutzt wurde, mitsamt den darin befindlichen Tierfutter- und Verpackungsmaterialien nieder. Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr des Rettungsdienstes und mehrere Streifenwagen waren schnell am Brandort.

Die Feuerwehr konnte trotz starken Windes und Funkenflugs den Brand unter Kontrolle bringen und das Übergreifen auf benachbarte Grundstücke verhindern. Vorsichtshalber mussten vorübergehend zwei danebenstehende Wohnhäuser evakuiert werden. Dabei kam auch der Rettungsdienst zum Einsatz, weil ein älterer Anwohner einen Schwächeanfall erlitt und entsprechend versorgt werden musste.

Aufgrund der schnellen Brandausbreitung und der damit einhergehenden großen Hitzeentwicklung verendeten über 20 Hühner, welche sich in einem Stall an der Grenze des benachbarten Grundstücks befanden. Glücklicherweise wurden nach bisherigem Kenntnisstand durch den Brand keine Menschen verletzt. An einem benachbarten landwirtschaftlichen Anwesen gab es durch die Hitzeentwicklung Schäden an Fenstern und Rollläden. Im Firmengebäude selbst kam es zu mehreren, deutlich wahrnehmbaren Explosionen von darin gelagerten Spraydosen. Relevante Schadstoffkonzentrationen in der Luft waren zu keinem Zeitpunkt zu erwarten.

Insgesamt waren bei diesem Ereignis über 140 Feuerwehrleute der umliegenden Wehren, über 25 Rettungskräfte, sowie mehrere Streifenbesatzungen im Einsatz. (Polizei Reutlingen)

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