Freitag | 18.12.2020 | Stuttgart
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Intensivbus bringt COVID-Patienten ins Klinikum Stuttgart und Ulm - Sanitäter in Vollschutz - Uniklinik Heidelberg ausgelastet

Die Coronaoandemie hält das Land fest in Griff. Auch wenn jeder von uns die Zahlen in den Nachrichten hört, Beschränkungen für Wirtschaft und den privaten Alltag direkt spürt, wirkt diese Pandemie doch recht weit weg. Nur die wenigstens haben einen schweren Krankheitsverlauf hinter sich und können von den Folgen der Krankheit berichten. Umso surealer wirkt der heute angekommene Intensivtransport aus der Uniklinik Heidelberg, welcher heute am Klinikum in Stuttgart Bad Cannstatt ankommt.

Der Grund für die Verlegung, ist die lange befürchtete Auslastung in Heidelberg. Für dieses vorhaben lieh das Deutsche Rote Kreuz extra einen umgebauten Mercedes Bus aus, den sie Stuttgarter durch den VVS nur zu gut kennen.

Vier Patienten werden in dem neuen Gefährt heute transportiert, von den zwei nach S-Cannstatt und zwei an das Klinikum Ulm verlegt werden. Doch auch die Klinik Cannstatt kommt langsam an ihre Grenzen. So wäre fast keine Luft nach oben, doch durch das abziehen von Personal an anderen Stellen, habe man die Grenze leicht nach oben verlagern könne. So Steffan Möbius vom Klinikum Stuttgart, gegenüber 7aAktuell.

Das Klinikum betreut hierbei 70 Covid19 Fälle, wovon 20 sich in kritischem Zustand befinden.
Nicht zuletzt kam der Transport durch die Wetterlage zustande. Sonst hätte die Verlegung auch per Hubschrauber stattfinden können.


Statement zur Kooperation der COVID-19-Versorgungsregionen in Baden-Württemberg - Verlegung von Covid-19-Patienten vom UKHD nach Stuttgart und Ulm

Im Rahmen der Corona-Pandemie wurden sechs COVID-19-Versorgungsregionen mit Leitkrankenhäusern und Leitstellen zur Steuerung von Patientenverlegungen in Baden-Württemberg gebildet. Diese übergreifende Steuerung erweist sich als geeignetes Instrument, um auf die unterschiedliche epidemiologische Lage und Auslastung von Krankenhäusern in den Regionen zu reagieren.

Heute wurden im Rahmen dieser Steuerung vier Covid-19-Intensivpatienten vom Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) in die Krankenhäuser Universitätsklinikum Ulm, Bundeswehrkrankenhaus Ulm (je ein Patient/in) und Katharinenhospital Stuttgart (2 Patient/innen) verlegt.

Das UKHD hat diese Verlegung präventiv initiiert, um weiterhin Intensivbetten der höchsten Versorgungsstufe für schwere medizinische Notfälle – nicht nur für Covid-Patienten – zur Verfügung stellen zu können. Mit dieser Steuerung wird die Handlungsfähigkeit des UKHD als Maximalversorger in der Region gesichert.

Die Verlegung wurde nach Abstimmung mit den Beteiligten im Clusterkonzept Baden-Württemberg getroffen, in dem sich Krankenhäuser untereinander abstimmen und bezüglich einer ausgewogenen Verteilung von Covid-Patienten unterstützen:
• Als Transportmedium wurde ein Großraum-Intensivtransportwagen gewählt, da die Wetterlage keinen Transport mit dem Hubschrauber zuließ.
• Die Patienten wurden auf der Intensivstation auf spezielle Intensivtransporteinheiten umgelagert.
• Sie wurden in Begleitung von medizinischem Fachpersonal nach Stuttgart und Ulm gebracht.
• Die intensivmedizinische Versorgung der Patienten war hierbei durchgängig gewährleistet.
• Die Angehörigen der Patienten haben einer Verlegung zugestimmt.

Aktuell sind am UKHD und in der Thoraxklinik insgesamt 102 Covid-Patienten, darunter 46 Patienten auf der Intensivstation, von denen 44 – also fast alle – beatmet werden müssen. Die Situation ist als angespannt zu bewerten, es wird mit einem weiteren Anstieg der Hospitalisierungen gerechnet. Die Belastungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr hoch.

Das Universitätsklinikum Heidelberg möchte auf diesem Weg nochmals an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, den Lockdown zu akzeptieren und sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten – zur Sicherheit aller.

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