Donnerstag | 12.05.2011 | Köngen
| Rettung

LKW rast in Stauende - Stahlträger bohren sich ins Führerhaus und verletzten Fahrer schwer

Bei einem Auffahrunfall ist am Nachmittag auf der A 8 in Richtung München wenige Hundert Meter vor der Ausfahrt Wendlingen ein Lastwagenfahrer eingeklemmt worden.   Der Mann, dessen Identität noch nicht bekannt ist schwebt in Lebensgefahr. Ein Rettungshubschrauber ist auf der Autobahn gelandet, weswegen die Autobahn in Richtung München ab 17.00 Uhr voll gesperrt ist.

Nach derzeitigem Stand der Unfallermittlungen konnte der Verunglückte am Ende eines Verkehrsstaus auf der rechten Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig anhalten. Der mit Seife beladene Laster krachte auf den vor ihm bereits stehenden Laster, der Stahlträger geladen hatte. Diese bohrten sich bei dem Unfall durch das Führerhaus und verletzten den Trucker schwer. Der Fahrer musste von der Feuerwehr aus der total demolierten Kabine herausgeschnitten werden. Er wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Mehrere hundert Liter der geladenen Seife sind bereits in die Kanalisation ausgelaufen. Aufgrund der Unfallermittlungen und Bergemaßnahmen wird es noch mehrere Stunden auf der A 8 zu Beeinträchtigungen kommen. Die Vollsperrung dauert noch an.  Der Verkehr wird über Umleitungsstrecken  geleitet.

Nachtrag:
An der Unfallstelle kam es aufgrund einer Baustelle  zu einer Verkehrsstockung. Der 36-jährige Fahrer eines Sattelzuges musste bis zum Stillstand abbremsen. Der nachfolgende, 33-jährige Sattelzugfahrer bremste ebenfalls. Noch bevor er zum Stehen kam, fuhr ein 25-jähriger Sattelzugfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf und schob ihn auf den stehenden Sattelzug auf. Warum der 25-Jährige den Stau übersehen hat, ist noch unklar. Er kam schwerverletzt ins Krankenhaus, Lebensgefahr bestehe allerdings nicht. Der 33-jährige Sattelzugfahrer wurde ebenfalls verletzt und kam zur Beobachtung ins Krankenhaus. Aufgrund der ausgelaufenen Seife aus dem Sattelzug des 25-Jährigen verständigte die Feuerwehr das Wasserwirtschaftsamt des LRA Esslingen. Nach der Begutachtung rückten Bagger an und mussten auf einer Fläche von etwa 100 qm den verunreinigten Boden abtragen. Die Arbeiten werden vermutlich bis in die Morgenstunden andauern. Die Unfallstelle war um 22.00 Uhr geräumt. Der rechte Fahrstreifen muss für die Erdarbeiten gesperrt bleiben. Der Schaden am auffahrenden Sattelzug beträgt 100.000 Euro. Beim zweiten Sattelzug sind es 50.000 Euro, der erste Sattelzug war mit 2.000 Euro nur gering beschädigt. Der Flurschaden durch die Bodenverunreinigung beträgt 40.000 Euro. Aufgrund des Unfalles kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die maximale Staulänge betrug 13 km. Auf der Gegenfahrbahn kam es wegen Gaffer zu einem Stau von  4 km.


Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Ostfildern
Am Donnerstag kam es gegen 16:40 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 8 in Fahrtrichtung München kurz vor der Anschlussstelle Wendlingen mit insgesamt drei beteiligten LKW. Die LKW waren aufeinander aufgefahren, wobei der letzte LKW stark durch die Ladung des vorausfahrenden beschädigt wurden: Mehrere tonnenschwere Stahlträger.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war der Fahrer eines der LKW in seinem Führerhaus eingeklemmt, aus dem Sattelauflieger trat Flüssigkeit aus.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ostfildern sowie der Feuerwehr Neuhausen begannen umgehend mit den Rettungsarbeiten. Mittels hydraulischen Rettungsgeräten wie Hydraulikschere und Spreizer und der Seilwinde eines Einsatzfahrzeugs konnte der Fahrer nach ca. 30 Minuten aus seiner Zwangslage befreit. Die Rettung erfolgte gemeinsam in Absprache mit dem Rettungsdienst. Der Patient wurde nach Stabilisierung mit dem Rettungshubschrauber schwerverletzt in eine Klinik verbracht.

Bei der Flüssigkeit handelte es sich um eine Art Flüssigseife, die aus einem 1000l fassenden Container austrat. Mit einer Plane wurde die Seife aufgefangen und im weiteren Verlauf die Seife in einen leeren Behälter umgepumpt. Damit konnte verhindert werden, dass die Seife in den Grünstreifen weiter austrat.

Die Einsatztätigkeiten vor Ort waren gegen 20:00 Uhr abgeschlossen, die Einsatzstelle wurde an die Polizei und die Straßenbaumeisterei übergeben.

Die Unfallursache sowie die Schadenshöhe stehen derzeit noch nicht fest, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Während den Rettungsarbeiten war die Fahrtrichtung München im Berufsverkehr komplett gesperrt Im Einsatz waren 16 Frauen und Männer mit 5 Fahrzeugen der Feuerwehr Ostfildern, 15 Männer der Feuerwehr Neuhausen mit zwei Einsatzfahrzeugen, Rettungswagen des Rettungsdienstes, der Rettungshubschrauber sowie mehrere Polizeistreifen.


-> Video vom Einsatz bei der Esslinger Zeitung Online

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