Baumgarten, Landkreis Oberhavel, Brandenburg: Ein Doppelhaus stand am späten Sonntagabend in Baumgarten lichterloh in Flammen. Eine Haushälfte stand bei Eintreffen der Feuerwehr bereits lichterloh in Flammen und konnte nicht mehr gerettet werden. Die Flammen griffen, angetrieben durch leichten Wind und enormer Hitze auf eine andere Haushälfte über, und setzte den Dachstuhl in Brand. Trotzt Riegelstellung der Feuerwehr konnte das Übergreifen nicht mehr verhindert werden. Eine starke Rauchentwicklung zog durch den sonst so ruhigen Ort hindurch. Was zum Anfang überschaubar aussah, entwickelte sich schnell zu einem Großeinsatz. Es gab mehrere Durchzündungen in beiden Häusern, was den Einsatzkräften vor enormer Herausforderung stellte (ON Tape!).
Einsatzleiter Uwe Valentin sagte uns 7aktuell gegenüber, wie schnell eine Durchzündung gefährlich sein kann. Wir haben das in Goch bei Nordrhein-Westfalen gesehen, wo zwei Feuerwehrleute schwer verletzt wurden. Das konnten wir hier verhindern, so der Einsatzleiter Uwe Valentin. Die Hitze machte uns durch den Brand und zusätzlich von außen sehr zu schaffen. Für die Einsatzkräfte unter Atemschutz war das eine enorme Herausforderung, dass sie uns hier vor Ort nicht zusammenklappen. Ich lobe jeden einzelnen Kameraden*in und auch die Feuerwehr aus dem Amt Lindow (Mark), die zuerst nach Keller gerufen wurden zu dem vermeintlichen Brand. Doch die Feuerwehr konnte dort nichts feststellen und fuhr durch bis nach Baumgarten, wo schnell klar war, dass sich der Ort in Oberhavel befand und nicht, wie zuerst angenommen, in Keller.
Wir haben auch ein Tanklöschfahrzeug dort behalten, mit Atemschutzgeräteträger, die gerade bei der Hitze mehrmals eine Pause benötigten und wir so schnell Kräfte einmal durch tauschen konnten. Für die Einsatzkräfte wird es eine lange Nacht. Über eine Drehleiter wurde von außen gelöscht und die Dachhaut von einer Haushälfte mit einer Kettensäge geöffnet, um das Feuer endgültig zu löschen. Hierfür setzte die Feuerwehr Schaum ein, sodass das Feuer die Nahrung entzogen wird. Wir haben auch mit mehreren Trupps von außen gelöscht. Das Feuer drohte kurzzeitig, sich weiter auszubreiten, was die Einsatzkräfte jedoch durch eine massive Riegelstellung verhindern konnten.
Die Feuerwehr entnahm auch das Wasser an einem angrenzenden Fluss und somit konnte eine stabile Wasserversorgung hergestellt werden. Unsere Aufgabe wird in der Nacht sein, die Brandlasten in den Gebäuden nach außen zu befördern, um das Feuer endgültig die kalte Schulter zu zeigen. Große Anteilnahme gab es durch die örtlichen Bewohner des Dorfes.
Der Einsatzleiter Uwe Valentin berichtete, dass sie von sämtlichen Anwohnern, aber auch durch die SEG-Versoung, die sie zusätzlich angefordert hatten, zahlreich mit Getränken und eine warme Mahlzeit versorgt wurden. Einsatzleiter Uwe Valentin schätzt den Einsatz so ein, dass es sich noch bis in den morgigen Montag hinziehen wird. Die betroffenen, kamen im Dorf bei Nachbarn unter.
Was den Brand auslöste, ist noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei kam am Abend zum Brandort und machte sich ein Bild von der Lage und nahm erste Ermittlungen auf und sprach mit Betroffenen und Nachbarn.
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