Gegen 21.30 Uhr alarmierten gestern Abend Zeugen die Polizei. An der Plettenberger Straße (B236) war ein 22-Jähriger aus Werdohl in seinem blauen BMW verunfallt und hatte dabei ein Trümmerfeld hinterlassen, das sich über mehr als 150 Meter erstreckte. Entsprechend umfangreich gestaltete sich für die Beamten in der Nacht die Aufnahme des Verkehrsunfalls. Die Polizei zog wegen des Verdachts eines illegalen Rennens ein Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Dortmund hinzu.
Zeugenaussagen zufolge fuhr der BMW-Fahrer Richtung Innenstadt. In Höhe einer Baustellenampel überholte er eine Fahrzeugschlange, die noch vor der gerade erst grünes Licht zeigenden Ampel stand, mit stark überhöhter Geschwindigkeit. In der Baustelle touchierte er vermutlich eine Absperrbake und verlor daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Der Wagen stieß gegen ein geparktes Auto und einen Laternenmasten, geriet in eine Böschung, flog quer über die Fahrbahn, rammte ein massives Metalltor am Bauhof und riss es aus der Verankerung und schlug schließlich in ein dortiges Silo ein. Hier kam er zum Stehen.
Die Feuerwehr musste mehrere Unfallzeugen wegen eines Schocks medizinisch versorgen. Ein Rettungshubschrauber brachte den schwer verletzten Fahrer in ein Krankenhaus nach Gelsenkirchen. Ein weiterer Hubschrauber flog den ebenfalls schwer verletzten Beifahrer (20, Werdohl) nach Dortmund aus.
Die Polizei hat Ermittlungen unter anderem wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens und Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Der Führerschein des Werdohlers und sein BMW (Baujahr 2015, 190KW) wurden beschlagnahmt.
Die Straße ist aktuell weiter voll gesperrt (Stand 7 Uhr). Mitarbeiter des Bauhofs prüfen die Standfestigkeit des stark beschädigten Silos. Zeugen, die das Fahrverhalten des Fahrers auch vor dem eigentlichen Unfallgeschehen beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. (pol)
Update: Bei der Mitteilung, dass der Unfallfahrer unter Einfluss von Alkohol- und Drogen unterwegs gewesen sein könnte, handelt es sich um eine Polizeiinterne Fehlinformation. Vielmehr lagen am Abend keine Hinweise auf einen Alkohol- oder Drogenkonsum beim Tatverdächtigen vor. Der Passus in der o.g. Ursprungsmeldung wurde unverzüglich entfernt. Wir bitten die hierdurch möglicherweise entstandenen Irritationen zu entschuldigen. (pol)
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