Am Freitagnachmittag (21. März) stürzte eine einmotorige Sportmaschine in Sankt Augustin ab und forderte ein Todesopfer. Das Flugzeug fiel gegen 16:25 Uhr, kurz nach dem Start auf dem Flugplatz Hangelar, aus ungeklärten Gründen auf einen Acker zwischen Flugplatz und Bruno-Werntgen-Straße und geriet in Brand.
Als die alarmierte Feuerwehr eintraf, stand die Maschine bereits in Flammen. Ein 6-jähriges Mädchen befreite sich schwer verletzt aus dem Wrack. Ersthelfer kümmerten sich um das Kind, das ins Krankenhaus kam. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr.
Für den mutmaßlichen Piloten, einen 51-jährigen Kölner und Vater des Kindes, kam jede Hilfe zu spät. Er starb in den Trümmern des Flugzeugs.
Die Feuerwehr löschte das brennende Flugzeug, während die Polizei die Absturzstelle absperrte. Anwohner waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Nach Abschluss der Löscharbeiten begannen Mitarbeitende des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchung und der Flugsicherung Köln/Bonn der Bezirksregierung Düsseldorf mit den Ermittlungen zur Unfallursache. Diese dauern noch an.
Mehrere Ersthelfer erhielten vor Ort psychologische Betreuung von Notfallseelsorgern. (pol, Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis)
+++ Update 12.05.2026 +++
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat ihren Abschlussbericht zum tödlichen Flugzeugabsturz vom 21. März 2025 nahe des Verkehrslandeplatzes Bonn-Hangelar veröffentlicht.
Demnach kam es beim Start einer Beechcraft Bonanza B36TC im Anfangssteigflug zu einer Triebwerksstörung mit Leistungsverlust. Das Flugzeug kippte über die linke Tragfläche ab und stürzte in Verlängerung der Piste auf einen Acker. Der 51-jährige Pilot kam ums Leben, seine sechsjährige Tochter wurde schwer verletzt.
Die BFU rekonstruiert, dass Zeugen kurz nach dem Abheben in rund 15 bis 20 Metern Höhe ein „Stottern des Motors“ sowie eine schwarze Rauchwolke wahrnahmen. Anschließend gewann die Maschine keine weitere Höhe mehr.
Als wahrscheinliche Ursache nennt die BFU einen Ausfall der mechanischen Triebwerk-Kraftstoffpumpe infolge von Korrosion. Untersuchungen ergaben massive Korrosionsschäden im Inneren der Pumpe, festsitzende Drehschieber sowie eine gebrochene Antriebswelle.
Laut Bericht hatte das Flugzeug insbesondere in den Wintermonaten immer wieder längere Standzeiten von mehreren Wochen oder Monaten. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich während dieser Standzeiten Korrosion in der Kraftstoffpumpe bildete.
Die BFU geht weiter davon aus, dass der Pilot nach dem Leistungsverlust korrekt die elektrische Zusatz-Kraftstoffpumpe aktivierte. Dadurch sei jedoch kurzfristig ein überfettetes Gemisch entstanden, was das beobachtete „Stottern“ und die schwarze Rauchwolke erklärt haben könnte.
Im weiteren Verlauf geriet das Flugzeug laut BFU in einen überzogenen Flugzustand und kippte in geringer Höhe ab. Eine unmittelbare Notlandung geradeaus sei vermutlich nicht eingeleitet worden, da der Pilot offenbar versuchte, die Motorleistung wiederherzustellen.
Als beitragende Faktoren nennt die BFU die geringe Flughöhe und Geschwindigkeit beim Auftreten der Störung, die hohe Arbeitsbelastung in der kritischen Flugphase sowie eine nicht sofort reduzierte Fluglage. (Zusammenfassung des BFU Berichts)
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