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Erstmalige Übung der Bundeswehr in der UBahn

Vermummte, bewaffnete Soldaten stürmen Nachts U-Bahnhof in Berlin - Bundeswehr übt nächtlichen Krisenfall im Berliner Untergrund - Schusswechsel und zahlreiche Verletzte (on tape!)

Feuergefecht in Berliner U-Bahn (Schüsse on tape!) - OTöne mit Soldaten, Kommandant und Zugführer

In der Nacht von Montag auf Dienstag wird es im Berliner Nordwesten ungewohnt laut: Das Wachbataillon der Bundeswehr trainiert unter dem Titel „Bollwerk Bärlin“ den Ernstfall in der Großstadt. Im Mittelpunkt steht ein Szenario, das sich in einem Tunnel im Bereich der U-Bahn-Station Jungfernheide abspielt. Dort proben Soldatinnen und Soldaten, wie sie in einem urbanen Krisen- oder Verteidigungsfall Verkehrswege sichern, Verletzte versorgen und Saboteure festsetzen können – unter Bedingungen, wie sie im dicht bebauten Berlin mit seinen unterirdischen Anlagen und engen Verkehrswegen realistisch wären.


Ausgangspunkt der Übung ist in der Nacht zum 19. November die Julius-Leber-Kaserne am Kurt-Schumacher-Damm. Von dort verlegt das Wachbataillon kurz nach Mitternacht in Richtung Jungfernheide. Im Übungsszenario wurde ein U-BahnFahrzeug von Saboteuren zum Stehen gebracht. Im Inneren finden die Einsatzkräfte eine größere Zahl Verletzter vor. Der Gruppenführer steht vor einer typischen Stressentscheidung: Zuerst die Verwundeten retten oder zunächst die Angreifer ausschalten? Im Tunnel folgen kurze Gefechtsszenen bei eingeschränkter Sicht, anschließend werden Verletzte evakuiert und ein Saboteur festgenommen, während weitere Kräfte den Raum sichern. Mehrere Infanteriegruppen durchlaufen nacheinander dieses Szenario, um Abläufe und Zusammenarbeit unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben.

Hintergrund der nächtlichen Aktion ist der besondere Auftrag des Wachbataillons in der Hauptstadt. Neben protokollarischen Aufgaben – etwa Ehrenformationen bei Staatsbesuchen - ist der Verband auch für den Schutz wichtiger Einrichtungen im Regierungsviertel zuständig und soll im Spannungs- oder Verteidigungsfall Objekte sichern und verteidigen können. Gerade dafür reichen klassische Übungsplätze mit offenen Flächen oft nicht aus. Urbaner Kampf im Tunnel, in beengten Räumen mit schlechter Sicht und gestörter Funkverbindung stellt ganz andere Anforderungen an Soldaten und Material als ein Gefecht im freien Gelände.


Für Anwohnerinnen und Anwohner betonen Bundeswehrvertreter, dass von der Übung keine Gefahr ausgeht. Es wird keine scharfe Munition verwendet, im Tunnel kommen lediglich Platzpatronen zum Einsatz. Dennoch ist in der Nacht mit Geräuschen und Bewegungen von Fahrzeugen und Soldaten zu rechnen. Mit „Bollwerk Bärlin“ will die Bundeswehr nach eigenen Angaben den Ausbildungsstand ihrer Truppe in komplexen, städtischen Bedrohungslagen überprüfen und verbessern - und zugleich zeigen, dass sie auf Szenarien vorbereitet sein will, die im Ernstfall mitten in der Metropole Berlin stattfinden könnten.

Quelle: 7aktuell.de | Luca Woitow

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