Sie wollen zum 7aktuell B2B Portal? Lizenzieren von hochwertigem Bild- und Videomaterial.
Plötzlicher Graupelschauer führt zu Chaos auf der Autobahn

Glätte sorgt für Unfallserie mit 12 Verletzten auf dem Berliner Ring - mehrere O-Töne - Zwei Rettungshubschrauber gleichzeitig im Einsatz (on tape!)

Wetterumschwung überrascht Verkehrsteilnehmer auf der A10 – lange Sperrung und kilometerlanger Stau

Glätte sorgt für Unfallserie mit 12 Verletzten auf dem Berliner Ring – mehrere O-Töne

Oberkrämer. Eine plötzliche Graupel- und Glättefront hat am Montagnachmittag auf der A10 (Berliner Ring) eine Unfallserie ausgelöst. Zwischen dem Dreieck Havelland und der Anschlussstelle Oberkrämer wurden innerhalb weniger Minuten zwölf Menschen verletzt – einer davon schwer. Zwei Unfälle auf kurzer Distanz forderten den Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und zwei Rettungshubschraubern.

Der erste schwere Auffahrunfall ereignete sich laut Polizei gegen 15.30 Uhr. „Ein Verkehrsteilnehmer war auf dem linken Fahrstreifen mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs“, erklärt Sandro Grapentin, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei Walsleben. Aufgrund stockenden Verkehrs musste der Fahrer abrupt bremsen, verlor auf der schmierigen Fahrbahn die Kontrolle und schleuderte zunächst in die Mittelschutzplanke. „Anschließend ist er nach rechts rüber und einem anderen Pkw ins Heck gefahren. Insgesamt wurden vier Personen verletzt, eine davon schwer“, so Grapentin. Die schwer verletzte Person musste per Rettungshubschrauber ausgeflogen werden.

Beim Eintreffen der Feuerwehr bot sich ein dramatisches Bild. „Ein Pkw war in den Acker geschleudert worden, ein zweites stark beschädigtes Fahrzeug stand auf dem mittleren Fahrstreifen“, berichtet Alexander Bordt, Einsatzleiter der Feuerwehr Kremmen. „Die schwer verletzte Person war nicht eingeklemmt, aber eingeschlossen. Wir konnten sie nach kurzer Zeit befreien.“ Trotz Hagel und glatter Fahrbahn lobte Bordt das Verhalten anderer Autofahrer: „Die Rettungsgasse war vorbildlich gebildet. Wir waren schnell am Einsatzort.“

Auch Augenzeuge Ulf Neuwinger beschreibt die schlagartig gefährliche Situation: „Man hat gesehen, dass es nicht nur nass war, sondern ein Mix aus Schnee, Graupel und Wasser auf der Straße lag. Die Autos begannen sofort zu rutschen.“ Gemeinsam mit weiteren Ersthelfern kümmerte er sich sofort um den schwer verletzten Fahrer: „Man hat die Bilder noch lange im Kopf. Es hätte jeden von uns treffen können.“

Während die Einsatzkräfte noch mit diesem Unfall beschäftigt waren, geschah rund zwei Kilometer weiter ein weiterer: Ein Kleintransporter kam aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Acht Personen wurden dabei leicht verletzt. „Zwölf verletzte Personen in so kurzer Zeit – das ist auch für uns nicht alltäglich“, so Grapentin.

Für die Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge musste die Richtungsfahrbahn teilweise über Stunden gesperrt werden. Der Verkehr staute sich zeitweise auf bis zu zehn Kilometern Länge. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, ein Fahrzeug wurde zur Beweissicherung sichergestellt. Die Ermittlungen zur genauen Ursache der Unfallserie dauern an.

_________

Update:18.11.2025
Zwei schwere Unfälle

BAB 10/Oranienburg – Zwischen der Anschlussstelle Oberkrämer und dem Autobahndreieck Kreuz Oranienburg in Fahrtrichtung Prenzlau ist gestern um 15:20 Uhr ein Kleintransporter der Marke Mercedes von der Fahrbahn abgekommen und hat sich mehrfach überschlagen. Offenbar hatte der 28-jährige türkische Fahrer aus Mecklenburg-Vorpommern seine Fahrweise nicht der Witterung angepasst und verlor auf dem linken Fahrstreifen die Kontrolle über den Wagen. Der Mercedes Vito kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam im Böschungsgraben zum Stehen. Dabei wurden sieben der acht Insassen verletzt. Die drei Schwerverletzten und vier Leichtverletzten, darunter auch der Fahrer, mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Anfangs konnte der Verkehr über den linken Fahrstreifen vorbeigeführt werden, ab 15:45 Uhr war die Richtungsfahrbahn voll gesperrt. Der entstandene Schaden wird auf etwa 120.000 Euro geschätzt.

Etwa zehn Minuten später kam es zu einem weiteren schweren Unfall zwischen dem Autobahndreieck Havelland und der Anschlussstelle Oberkrämer. Ein 29-jähriger Niedersachse hatte offenbar nicht ausreichend Sicherheitsabstand gehalten und musste auf dem linken Fahrstreifen verkehrsbedingt bremsen. Mit seinem Pkw Mercedes wich er nach rechts aus und kollidierte auf dem rechten Fahrstreifen mit einem Pkw Renault eines 59-Jährigen aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark. Der Mercedes kam neben der Fahrbahn zum Stehen. Mit schweren Verletzungen musste der Renault-Fahrer mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Die drei Insassen im Mercedes – der Fahrer, seine 28-jährige Beifahrerin und ein zweijähriges Kind – kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Die beiden nicht mehr fahrbereiten Pkw wurden sichergestellt, ein Gutachter ist für die Rekonstruktion des Unfallherganges eingesetzt worden. Zur Beweissicherung entnahm ein Arzt dem 29-Jährigen in einem Krankenhaus eine Blutprobe. Die Richtungsfahrbahn in Fahrtrichtung Prenzlau war für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und für die Unfallaufnahme für mehrere Stunden voll gesperrt. Ab 19:00 Uhr konnte der Verkehr über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Es entstand ein über zehn Kilometer langer Stau. (Text: Polizeidirektion Nord Pressestelle )

Quelle: 7aktuell.de | Philipp Neumann

Der 7aktuelle Newsletter

Erhalten Sie immer die neusten Informationen per E-Mail, direkt in Ihr Postfach. Unser Team ist rund um die Uhr im Einsatz um Geschichten zu finden und über die neusten Nachrichten zu berichten. Wir informieren Sie täglich um 17 Uhr per Mail, was in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg passiert ist.

Ihre Privatsphäre ist uns wichtig. Wir versprechen, Ihnen keinen Spam zu schicken!

Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihnen www.7aktuell.de den ausgewählten Newsletter an Ihre angegebene Adresse übersendet. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft durch den in dem Newsletter enthaltenen Abmelde-Link widerrufen. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.