Berlin, Nacht 5./6.Januar 2026 – Am dritten Tag nach dem Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe des Heizkraftwerks Lichterfelde sind im Berliner Südwesten weiterhin rund 30.000 Haushalte ohne Strom. Betroffen sind vor allem Teile der Ortsteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Die Wiederversorgung erfolgt schrittweise; die Reparaturarbeiten werden durch die Schäden, die Witterung sowie laufende Spurensicherungsmaßnahmen erschwert.
Der Netzbetreiber arbeitet mit Hochdruck am Aufbau eines Provisoriums und an der Instandsetzung beschädigter Hochspannungskabel. Nach aktueller Einschätzung wird eine vollständige Wiederversorgung bis Donnerstagnachmittag, 8. Januar 2026, angestrebt. Bis dahin bleiben einzelne Bereiche voraussichtlich weiterhin ohne Strom – vielerorts sind Straßen und Häuser weiterhin dunkel.
Parallel zur technischen Wiederherstellung sind zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen im Einsatz. Der Senat koordiniert die Maßnahmen über einen Krisenstab. Nach Ausrufung der Großschadenslage sind zur Unterstützung zudem zahlreiche Einsatzkräfte und Fahrzeuge der Feuerwehr aus Nordrhein-Westfalen mit Stromgeneratoren in Berlin im Einsatz; auch die Bundeswehr unterstützt, unter anderem mit Logistikleistungen und einer mobilen Tankstelle, über die Einsatzfahrzeuge betankt werden.
Ein zentraler Knotenpunkt zur Stabilisierung der Notversorgung wird seit dem späten Abend des 5. Januar 2026 am S-Bahnhof Mexikoplatz betrieben: Dort speisen Stromaggregate und Einsatzkräfte aus NRW provisorisch in das Netz ein. Zusätzlich wird an einer Ersatzleitung am Umspannwerk Dahlem in der Argentinischen Allee gearbeitet. Die Baustelle gilt als technisch sehr komplex; die Arbeiten laufen teils auch nachts weiter – unter Beleuchtung sowie mit einer eigens errichteten Holzbrüstung zur Absicherung.
In den betroffenen Kiezen sind Notunterkünfte/Wärmestuben und Anlaufstellen eingerichtet; zudem gibt es Informationen zu offenen Versorgungsangeboten vor Ort. Schulen und Kitas sind teilweise weiterhin eingeschränkt bzw. geschlossen; Notbetreuung wird organisiert. Weitere Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind angefordert. Aktuelle THW-Schwerpunkte sind neben dem Einspeisen und der Absicherung kritischer Einrichtungen (u. a. Pflegeheime, Notunterkünfte, Krankenhäuser und weitere Einrichtungen) auch die Unterstützung bei Notrufannahmen sowie der Betrieb von Infopunkten.
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