LICHTENSTEIN: Am Donnerstag, 22. Januar 2026, wurde die Feuerwehr Lichtenstein um 0:57 Uhr mit dem Stichwort B4 – Lagerhallenbrand in das Gewerbegebiet Gärren alarmiert. Beim Eintreffen stand eine rund 10 × 20 Meter große Lagerhalle bereits in Vollbrand. Die Halle war an einen Wohnmobilbauer untervermietet, der dort Fahrzeuge ausbaut.
Aufgrund der Lage und der unmittelbaren Gefahr für umliegende Gebäude wurde das Einsatzstichwort zügig erhöht und weitere Kräfte nachalarmiert. Neben Einheiten aus Pfullingen wurde auch ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Reutlingen zur Einsatzstelle beordert. Besonders kritisch war der geringe Abstand von nur etwa 10 Metern zu zwei angrenzenden Wohnhäusern, die durch die massive Brandausbreitung bedroht waren. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte das Feuer jedoch rasch unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf die Wohnhäuser verhindert werden.
Die betroffenen Anwohner aus dem Gefahrenbereich wurden vorsorglich evakuiert und zunächst kurzzeitig im Bauhof untergebracht. Zwischenzeitlich konnten sie jedoch bei Verwandten unterkommen. Nach aktuellen Erkenntnissen blieben die Wohnhäuser unbeschädigt, die Bewohner konnten wieder zurückkehren.
Die Lagerhalle selbst erlitt hingegen einen Totalschaden. Zur Bekämpfung verbliebener Glutnester kam im weiteren Verlauf ein Bagger zum Einsatz, um die Brandstelle aufzureißen und gezielt ablöschen zu können. Eine größere Gefahrstofflage bestand nach Angaben des Einsatzleiters nicht – es befanden sich keine größeren Heizölmengen oder Öltanks in der Halle, lediglich handelsübliche Sprühdosen und vergleichbare Materialien. Beim Eintreffen wurden zudem leichte Zerknallungen wahrgenommen.
Insgesamt waren rund 105 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz ging anschließend in die Nachbereitung über – mit Aufräumarbeiten, Rückbau und dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft. Die Kräfte wurden dabei durch das DRK versorgt. Besonders herausfordernd waren die winterlichen Temperaturen um 0 Grad und teils Minusgrade, weshalb sowohl der Winterdienst des Bauhofs als auch die Straßenmeisterei zur Absicherung und Bekämpfung von Glätte eingesetzt wurden. Verletzte gab es keine.
Zur Lageerkundung aus der Luft wurde frühzeitig eine Drohne der Werksfeuerwehr Bosch alarmiert, die im Landkreis jederzeit abrufbar ist. Zusätzlich war in der ersten Einsatzphase auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz, der automatisch verständigt wurde und der Polizei rasch Lagebilder aus der Luft lieferte.
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