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Mitbewohner: Familie mit Kinder leben seit Monaten in Angst - Städtische Ämter tatenlos - jetzt das Feuer im MFH

Brand in Messi-Wohnung im Dachgeschoss - Nachbarn warnten schon länger und lebten in Angst, nun ist es passiert (im O-Ton) - Feuerwehr muss Entrümpeln aus Dach und Fenster - Langer und kräftezehrender Einsatz

Angst im Wohnhaus: Brand nach monatelangen Warnungen der Nachbarn

STUTTGART: Brand in Stuttgarter Mehrfamilienhaus: Eine Bewohnerin gerettet - Nachbarn hatten seit Monaten gewarnt
In Stuttgart ist es in einem Mehrfamilienhaus in der Hohentwielstraße zu einem Brand in einer Dachgeschosswohnung gekommen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz und rettete eine Bewohnerin aus der Brandwohnung. Die Frau wurde dem Rettungsdienst übergeben und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben von Oliver Raffel, Einsatzleiter der Feuerwehr, wurde die Alarmstufe aufgrund zahlreicher Notrufe und der vorgefundenen Lage erhöht.

„Es handelte sich um ein Brandereignis in einer Dachgeschosswohnung“, so Raffel. Die Wohnung sei sehr stark mit Material vollgestellt gewesen, was die Löscharbeiten erheblich erschwert habe.

Die Einsatzkräfte mussten große Mengen aus der Wohnung räumen, um den Brand vollständig bekämpfen zu können.
„Weitere Teile müssen noch aus der Wohnung entfernt werden, zudem führen wir Schadstoffmessungen durch“, erklärte Raffel. Unterhalb der Brandwohnung kam es zu einem leichten Wasserschaden, der derzeit von der Feuerwehr begutachtet wird.

Neben der geretteten Bewohnerin wurden keine weiteren Personen verletzt. Insgesamt waren rund 58 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie sechs Kräfte des Rettungsdienstes im Einsatz. Aufgrund der niedrigen Temperaturen wurde vorsorglich ein Großraum-Transportwagen (GRTW) angefordert, um den übrigen Hausbewohnern einen geschützten Aufenthaltsbereich zu ermöglichen. Eine medizinische Sichtung weiterer Personen war nicht erforderlich.

Für viele Anwohner kam der Brand nicht überraschend. Nach Angaben von Nachbarn hatten diese seit Monaten auf eine aus ihrer Sicht gefährliche Situation in der betroffenen Wohnung hingewiesen. Christian, Mitbewohner im Haus, schildert: „Heute ist genau das eingetreten, wovor wir immer Angst hatten.“ Seine Familie sei von Nachbarn geweckt worden und habe das Haus kurzfristig verlassen müssen.

Nachbarn berichten, sie hätten wiederholt das Amt für öffentliche Ordnung sowie Brand- und Infektionsschutzstellen eingeschaltet, um Hilfe für die alleinlebende Bewohnerin zu organisieren. „Immer im freundlichen Wohlgesinnen, weil klar war, dass sie Hilfe braucht“, so Christian. Eine nachhaltige Veränderung habe es jedoch nicht gegeben.

Besonders belastend sei die Situation für Familien mit Kindern gewesen. „Unsere Kinder hatten Angst. Wir hatten Angst, sie allein ins Treppenhaus zu schicken“, berichtet der Vater zweier Kinder im Alter von acht und elf Jahren. Bereits im Sommer 2025 habe es einen früheren Feuerwehreinsatz wegen starker Geruchs- und Rauchentwicklung gegeben.

Nach dem aktuellen Brand zeigte sich große Solidarität in der Nachbarschaft. Mehrere Anwohner boten Schlafplätze an. „Das zeigt, wie stark der Zusammenhalt hier in der Straße ist“, sagt Christian. Seine eigene Familie brachte er vorsorglich bei Verwandten unter.

Die Anwohner hoffen nun auf eine dauerhafte Lösung. „Sie kommt alleine nicht klar. Da muss die Stadt etwas tun“, so Christian. Ziel sei es, die Sicherheit im Haus wiederherzustellen - insbesondere für die Kinder.

Quelle: 7aktuell.de | Alexander Hald

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