BAD URACH: In der Altstadt von Bad Urach ist es am frühen Samstagmorgen zu einem schweren Gebäudebrand gekommen. Gegen kurz nach 7 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort „offener Dachstuhlbrand“ alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Dachstuhl eines Gebäudes, das sich derzeit im Umbau befindet, bereits in Vollbrand. „Im Grunde genommen war der Dachstuhl komplett durch und das Feuer hatte sich bis ins Erdgeschoss ausgebreitet“, erklärte Einsatzleiter Wolfgang Dörner, Kommandant der Feuerwehr Bad Urach.
Betroffen ist ein Gebäudekomplex aus insgesamt drei zusammengebauten Häusern. Eines der Gebäude brannte vollständig aus. In einem angrenzenden früheren Wohnhaus mit Schlosserei, das sich ebenfalls im Umbau befindet, hielten sich keine Personen auf.
Aufgrund der engen Bebauung in der historischen Altstadt richteten die Einsatzkräfte umgehend eine sogenannte Riegelstellung ein, um ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. „Die Gebäude stehen hier sehr dicht beieinander. Gerade bei älteren Häusern besteht immer die Gefahr der Brandausbreitung durch Funkenflug“, so Dörner.
Das eigentliche Brandobjekt wird derzeit kontrolliert herunterbrennen gelassen. Parallel dazu wurde eine Abrissfirma angefordert. Mit schwerem Gerät soll das Gebäude teilweise geöffnet werden, um versteckte Glutnester freizulegen und gezielt ablöschen zu können. Aus Sicherheitsgründen betreten Einsatzkräfte das stark beschädigte Gebäude nicht mehr.
Eine zusätzliche Herausforderung stellten Stromleitungen dar, die über das Dach verlaufen. Diese wurden zunächst stromlos geschaltet. Der Energieversorger arbeitet daran, die Leitungen zu entfernen, damit die Abrissarbeiten sicher durchgeführt werden können und umliegende Gebäude wieder mit Strom versorgt werden.
Die Wasserversorgung konnte sowohl über das Hydrantennetz als auch über offene Gewässer in unmittelbarer Nähe sichergestellt werden.
Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Im Einsatz sind rund 80 Kräfte mehrerer Feuerwehren aus Bad Urach und umliegenden Gemeinden, darunter Metzingen und Dettingen. Zudem ist das DRK mit etwa 15 Einsatzkräften zur Versorgung vor Ort.
Die Nachlöscharbeiten und der Teilabriss werden sich voraussichtlich bis in die späten Nachmittagsstunden hinziehen. Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Erhalten Sie immer die neusten Informationen per E-Mail, direkt in Ihr Postfach. Unser Team ist rund um die Uhr im Einsatz um Geschichten zu finden und über die neusten Nachrichten zu berichten. Wir informieren Sie täglich um 17 Uhr per Mail, was in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg passiert ist.
Ihre Privatsphäre ist uns wichtig. Wir versprechen, Ihnen keinen Spam zu schicken!
Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihnen www.7aktuell.de den ausgewählten Newsletter an Ihre angegebene Adresse übersendet. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft durch den in dem Newsletter enthaltenen Abmelde-Link widerrufen. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.