Großbrand in leerstehender Kita im Märkischen Viertel – Feuerwehr schützt angrenzende Schule – 125 Einsatzkräfte im Einsatz
Berlin. Seit Sonntagabend, dem 15. März 2026, gegen 22 Uhr, steht eine leerstehende Kindertagesstätte in der Treuenbrietzener Straße im Märkischen Viertel in Flammen. Die Berliner Feuerwehr ist seitdem mit einem Großaufgebot vor Ort. Rund 125 Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer und versuchen vor allem, ein angrenzendes Schulgebäude vor den Flammen zu schützen.
Wie Feuerwehrsprecher Torsten Vollbrecht vor Ort mitteilte, stellte sich die Einsatzlage für die Kräfte von Beginn an als besonders anspruchsvoll dar. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr brannte es an mehreren Stellen gleichzeitig im Gebäude. „Wir hatten von Anfang an die Problematik, dass es an mehreren Stellen gebrannt hat“, erklärte Vollbrecht. Diese zahlreichen kleineren Brandstellen hätten sich im Verlauf des Einsatzes zu einem großflächigen Feuer über die gesamte Kita ausgedehnt.
Die Einsatzkräfte mussten zunächst zahlreiche einzelne Brandherde bekämpfen, was die Lage erheblich erschwerte. Erst nachdem diese ersten Brandstellen unter Kontrolle gebracht werden konnten, konzentrierte sich die Feuerwehr zunehmend auf die Eindämmung des inzwischen großflächigen Feuers.
Schutz der Schule hat oberste Priorität
Ein besonderes Augenmerk der Einsatzkräfte liegt auf dem Schutz eines unmittelbar angrenzenden Schulgebäudes. „Unser Schwerpunkt liegt momentan darauf, dass wir das angrenzende Schulgebäude halten möchten, damit der Brand sich nicht auf die Schule ausbreiten kann“, sagte Vollbrecht. Da das Schulgebäude weiterhin genutzt wird, hat dessen Sicherung für die Feuerwehr höchste Priorität.
Um eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern, konzentrieren sich die Maßnahmen derzeit vor allem auf die Kühlung und Sicherung der angrenzenden Gebäudeteile sowie auf eine konsequente Brandbekämpfung von außen.
Gebäude einsturzgefährdet – Brandbekämpfung nur von außen
Die Brandbekämpfung erfolgt aktuell ausschließlich im Außenangriff. Nach Einschätzung der Einsatzleitung gilt das Gebäude der ehemaligen Kita als einsturzgefährdet und wird daher nicht mehr betreten. Die Feuerwehr arbeitet daher mit mehreren Löschleitungen sowie über Drehleitern, um das Feuer von außen unter Kontrolle zu bringen.
Unterstützt werden die Einsatzkräfte auch durch ein spezielles Drohnen-Team der Berliner Feuerwehr. Mit Hilfe der Drohne können die Einsatzkräfte die Lage aus der Luft beurteilen und wichtige Informationen über den Brandverlauf gewinnen. Besonders hilfreich sind dabei Wärmebildaufnahmen. „Über Wärmebilder können wir erkennen, wo sich noch Brandnester befinden. Gleichzeitig sehen wir im Klarbild aus der Luft, wo noch Feuerschein zu erkennen ist“, erklärte Vollbrecht. Diese Technik ermöglicht es der Einsatzleitung, gezielt gegen noch vorhandene Glutnester vorzugehen.
Ein verletzter Feuerwehrmann
Während der Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrangehöriger leicht verletzt. Der Betroffene wurde vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
Rauchentwicklung weitgehend begrenzt
Trotz der intensiven Brandausbreitung gelang es den Einsatzkräften, die Rauchausbreitung weitgehend zu begrenzen. Bereits frühzeitig kontrollierten Feuerwehrkräfte umliegende Gebäude, um sicherzustellen, dass keine Anwohner durch Rauch oder Feuer gefährdet werden. Dabei gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass Bewohner zu Schaden gekommen sein könnten.
Die Einsatzlage entwickelte sich vor Ort zeitweise dynamisch, da sich das Feuer im Verlauf weiter ausbreitete. Durch den massiven Kräfteeinsatz konnte jedoch verhindert werden, dass weitere Gebäude in Mitleidenschaft gezogen werden.
Einsatz dauert noch mehrere Stunden
Nach Angaben der Feuerwehr werden die Löscharbeiten noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Die Einsatzkräfte rechnen damit, das große Flammenbild zunächst weiter niederzukämpfen und anschließend umfangreiche Nachlöscharbeiten durchzuführen.
Sobald die Brandintensität weiter zurückgeht, sollen erste Einsatzkräfte schrittweise aus dem Einsatz herausgelöst werden. Dennoch wird die Feuerwehr die Brandstelle noch längere Zeit kontrollieren müssen, um mögliche Glutnester vollständig abzulöschen.
Im Anschluss an die Arbeiten der Feuerwehr wird die Einsatzstelle vollständig überprüft und anschließend der Polizei übergeben, die die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen wird.
Leerstehende Kita betroffen
Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich bei dem betroffenen Gebäude um eine leerstehende Kindertagesstätte, die bereits seit einiger Zeit nicht mehr genutzt wurde. Personen befanden sich daher nicht im Gebäude.
Großbrände keine Seltenheit
Großbrände wie dieser gehören für die Berliner Feuerwehr statistisch gesehen dennoch zum Einsatzalltag. „Einen Großbrand haben wir ungefähr 50 Stück pro Jahr“, erklärte Feuerwehrsprecher Vollbrecht. Rein rechnerisch entspricht das etwa einem größeren Brand pro Woche in der Hauptstadt.
Der aktuelle Einsatz im Märkischen Viertel zeigt erneut, wie aufwendig und personalintensiv solche Lagen sein können – insbesondere dann, wenn mehrere Brandherde gleichzeitig auftreten und angrenzende Gebäude geschützt werden müssen.
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