Meterhohe Flammen, eine weithin sichtbare Rauchsäule und ein Großeinsatz: In Schonach ist in der Nacht eine Schreinerei komplett ausgebrannt. Für die Feuerwehr stand vor allem der Schutz umliegender Gebäude im Fokus.
Kilometerweit waren in der Nacht die Rauchsäule und der Feuerschein über Schonach sichtbar. Bereits auf der Anfahrt konnten sich die ersten Einsatzkräfte am Brand orientieren. Gegen 2 Uhr ging bei den Einsatzkräften die Meldung über einen Großbrand in einer Schreinerei in der Schwarzwaldgemeinde ein.
„Beim Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand“, berichtet Kreisbrandmeister Florian Vetter. Schon früh zeichnete sich ab, dass die Schreinerei in der Talstraße nicht mehr zu retten sein würde. Der Fokus der Feuerwehr lag daher darauf, benachbarte Wohnhäuser zu schützen sowie ein Übergreifen der Flammen auf die Vegetation zu verhindern.
Mit Unterstützung der vorbeifließenden Schonach bauten die Einsatzkräfte umgehend eine umfassende Löschwasserversorgung auf. Von mehreren Seiten wurden sogenannte Riegelstellungen eingerichtet, um die umliegenden Gebäude abzuschirmen. Gleichzeitig versuchte die Feuerwehr, die meterhohen Flammen mit Wasserwerfern einzudämmen. Zahlreiche Strahlrohre kamen dabei zum Einsatz. Aufgrund des hohen Wasserbedarfs wurde die Versorgung über zwei unabhängige Systeme sichergestellt, indem mehrere Entnahmestellen genutzt wurden, wie Vetter erläuterte.
Die örtlichen Gegebenheiten spielten den Einsatzkräften zunächst in die Karten, sodass Drehleitern vorerst nicht benötigt wurden. Die direkt an einem Hang gelegene Schreinerei mit einer geschätzten Fläche von rund 1200 Quadratmetern konnte über die oberhalb verlaufende Obertalstraße bekämpft werden. Nach etwa einer Stunde gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Eine besondere Herausforderung stellten neben den im Gebäude gelagerten Gasflaschen vor allem die umliegenden Stromleitungen dar. Eine Leitung wurde zeitnah abgeschaltet, während bei einer Hochspannungsleitung zunächst gezögert wurde. „Eine Abschaltung hätte größere Auswirkungen“, so Vetter. Gleichzeitig rückte die Leitung zunehmend in den Gefahrenbereich des Feuers.
Dass das Dach der Schreinerei aufgrund der installierten Photovoltaikanlage vergleichsweise lange stabil blieb, kam den Einsatzkräften zugute: Die entstehende Hitze wurde zunächst im Gebäude gehalten. Mithilfe einer Drohne der Drohnengruppe Triberg-Gremmelsbach überprüfte die Feuerwehr die Auswirkungen auf die Hochspannungsleitung. Ob eine Abschaltung erforderlich sein würde, blieb zunächst offen.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes brachen Teile des Daches ein, nachdem sich das Feuer durch das gesamte Gebäude ausgebreitet hatte. Erst nach mehreren Stunden konnten die Einsatzkräfte die Brandreste auseinanderziehen, um verbliebene Glutnester gezielt zu löschen.
Die Ursache des Feuers ist bislang ungeklärt. Der Kriminaldauerdienst aus Singen nahm noch vor Ort die Ermittlungen auf. Angaben zur Schadenshöhe liegen derzeit nicht vor.
Insgesamt waren 93 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und Polizei vor Ort. Auch Mitarbeiter des Energieversorgers waren im Einsatz. Bürgermeister Jörg Frey verschaffte sich persönlich ein Bild von der Lage.
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