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Sonderermittlungsgruppe „Weide“ der Polizei

Großangelegte Schwerpunktkontrolle - Nach über 150 gestohlenen Rindern: Großkontrolle auf der A9 – Polizei filzt Tiertransporter - wohin können die Rinder einfach so verschwinden?! - wir begleiten Schwerpunktkontrollen mit Kamera

Schwerpunktkontrolle auf der BAB9: Polizei mit zahlreichen Kräften im Einsatz

Rastplatz Fläming West (BAB9), 28. Mai 2026 – Mit zahlreichen Einsatzkräften kontrolliert die Polizei am heutigen Donnerstag auf der Rast- und Tankanlage Fläming an der Bundesautobahn 9 in Fahrtrichtung Leipzig den gewerblichen Güterverkehr. Im Fokus der Standkontrolle stehen vor allem Nutztiertransporte. Durchgeführt wird die Aktion gemeinsam mit dem Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark, das mit seiner Fachexpertise die Transportbedingungen der Tiere und die mitgeführten Dokumente prüft.

„Wir sind hier am heutigen Tag gemeinsam mit dem Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark vor Ort, um Kontrollen bei Nutztiertransporten durchzuführen", erklärt Polizeisprecher Mario Thierbach von der Polizeidirektion West. Während die Polizei das Fahrpersonal sowie den technischen Zustand der Fahrzeuge überprüfe, liege die Fachexpertise für die Transportbedingungen beim Veterinäramt: Dieses kontrolliere unter anderem, ob zu viele Tiere transportiert werden oder ob es an Zugang zu Frischwasser und Frischluft mangelt.

Hintergrund des Schwerpunkts sind Diebstähle von Nutzvieh in der Region. „Wir haben heute eine Standkontrolle des gewerblichen Güterverkehrs durchgeführt mit dem Schwerpunkt Tiertransportkontrollen, weil es in der Vergangenheit zu bestimmten Sachverhalten mit Entwendung von Nutzvieh gekommen ist", sagt Polizeihauptkommissar Falko Ditscher, Mitglied der Sonderüberwachungsgruppe der Verkehrspolizei. Diese sei für Fahrzeuge zuständig, die das übliche Niveau des Streifendienstes übersteigen – etwa Lkw, Tiertransporte, Busse und Schwerlasttransporte. Vor dem Hintergrund der Rinderdiebstähle werde zudem gesondert auf die Herkunft der Tiere geachtet, so Thierbach.

Welche Fahrzeuge herausgezogen werden, entscheide sich teils nach klarem Schwerpunkt, teils nach Erfahrung. „Ansonsten kann man eigentlich sagen, es ist Bauchgefühl", so Ditscher – etwa wenn ein Fahrer durch Schlangenlinien auffalle, etwas am Fahrzeug schleife, der TÜV abgelaufen oder eine Lampe defekt sei.

Auf polizeilicher Seite stehen Fahrpersonal, Technik, Ladungssicherung und der Zustand der Fahrzeuge im Mittelpunkt. Geprüft werden die erforderlichen Fahrberechtigungen sowie die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten; auch eine mögliche Alkoholisierung oder Übermüdung wird wie bei jeder Verkehrskontrolle in den Blick genommen. Für den technischen Zustand ist die spezialisierte Sonderüberwachungsgruppe vor Ort, die Bremsanlagen, Reifen und strukturelle Mängel überprüft. Bei gravierenden Mängeln droht den Fahrzeugen die Untersagung der Weiterfahrt.

Die erste Bilanz fällt deutlich aus: Bei bis zum Mittag 16 kontrollierten Fahrzeugen stellten die Einsatzkräfte zehn Ordnungswidrigkeiten fest, in vier Fällen musste die Weiterfahrt untersagt werden. Meist handelte es sich um unzureichend gesicherte Ladung, die vor Ort behoben werden konnte. In einem Fall musste gewartet werden, bis ein Service einen bis auf das Drahtgewebe abgefahrenen Reifen austauschte. Eine Anzeige ging zudem auf das Veterinäramt zurück, weil die notwendigen Papiere für mitgeführte Pferde fehlten.

Kontrolliert werden dabei nicht nur Rindertransporter, sondern Tiertransporte aller Art. Jedes lebende Tier müsse am Fahrzeug mit der Aufschrift „lebende Tiere" gekennzeichnet sein, so Thierbach: „Das können Turnierpferde sein, das können vielleicht auch Mäuse sein, das können aber eben auch entsprechend diese Schlachttiere wie zum Beispiel Rinder und Schweine sein." Bei der sensiblen Fracht gehe man mit Augenmaß und Pragmatismus vor – anders als bei einem Holztransporter müsse bei Beanstandungen gemeinsam mit den Logistikunternehmen geklärt werden, wo die Tiere zwischenzeitlich tiergerecht untergebracht werden können.

Anlass für die verstärkten Kontrollen ist auch der Diebstahl von über 150 Rindern in der Region. „Grundsätzlich haben wir als Polizei den Auftrag, Straftaten zu erkennen und zu verfolgen", betont Thierbach. Sobald ein Anfangsverdacht vorliege, würden Ermittlungen eingeleitet. Derartige Kontrollen finden nach Angaben der Polizei regelmäßig statt – in festen Abständen gebe es dabei keinen Ablauf. Für die Sonderüberwachungsgruppe sei der Tag ein Erfolg, so Ditscher: Man habe Verstöße festgestellt und damit die eigene Arbeit erfüllt.

Quelle: 7aktuell.de | Luca Woitow

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