Schwerer Unfall auf der A10 bei Birkenwerder – Drei Verletzte und kilometerlanger Stau
Birkenwerder. Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw und einem Lastwagen hat am Freitagmittag auf der A10 in Fahrtrichtung Dreieck Oranienburg einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Drei Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen mussten von der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit werden.
Der Unfall ereignete sich gegen 12.07 Uhr zwischen den Anschlussstellen Mühlenbeck und Birkenwerder. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei übersah ein 79-jähriger Fahrer eines Toyota beim Ausscheren zum Überholen auf der Mittelspur offenbar einen schnell fahrenden Tesla auf der linken Fahrspur. Es kam zur Kollision. Der Tesla wurde anschließend gegen einen Lastwagen und die Lärmschutzwand geschleudert.
„Wir haben vorgefunden, ein leicht verletzter Fahrer und zwei eingeklemmte Personen in dem zweiten Pkw“, schilderte Einsatzleiter Christian Flieger von der Feuerwehr Mühlenbecker Land die Lage beim Eintreffen der Einsatzkräfte.
In enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst bereitete die Feuerwehr zunächst die technische Rettung vor. Nachdem die medizinische Versorgung der Verletzten sichergestellt war, begann die Befreiung der eingeklemmten Personen. „Wir haben mit schwerem Rettungsgerät gearbeitet, um eine Seitenöffnung an dem Pkw durchzuführen, in dem die zwei Personen eingeklemmt waren“, erklärte Flieger.
Neben mehreren Rettungswagen wurde auch ein Rettungshubschrauber zur Unfallstelle alarmiert. „Bei solchen Verkehrsunfällen geht man immer von schwereren Verletzungen aus. Um die verletzten Personen zielgerichtet in Krankenhäuser zu transportieren, wird in den meisten Fällen ein Rettungshubschrauber dazu alarmiert“, sagte der Einsatzleiter.
Der Toyota-Fahrer, seine Beifahrerin sowie der 39-jährige Fahrer des Tesla wurden verletzt und zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Das Trümmerfeld erstreckte sich laut Feuerwehr über eine Länge von rund 500 Metern. Durch die Wucht des Aufpralls wurde zudem der Auflieger des beteiligten Lastwagens beschädigt und verzogen. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 80.000 Euro.
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es auf der Autobahn zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Rückstau erreichte zeitweise mehrere Kilometer. Positiv fiel aus Sicht der Einsatzkräfte die Bildung der Rettungsgasse auf. „Die Rettungsgasse hat in meinen Augen heute gut funktioniert. Wir sind zügig durch die Rettungsgasse gekommen, obwohl sich das schon circa fünf Kilometer zurückgestaut hatte“, berichtete Flieger.
Kritisch äußerte sich der Einsatzleiter dagegen zum Verhalten von Schaulustigen an Unfallstellen. „Gaffer sind für uns als Feuerwehr immer eine unnötige Zusatzbelastung. Wir müssen zusätzliches Personal aufwenden, um diese von der Einsatzstelle fernzuhalten“, betonte er.
Die genaue Unfallursache ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen der Autobahnpolizei.
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