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Symbolischer erster Spatenstich in Schönfließ – Landkreis investiert 6,5 Millionen Euro in moderne Rettungswache

Neue Rettungswache für Schönfließ: Landkreis investiert 6,5 Millionen Euro in moderne Notfallversorgung 

Neubau soll im Juli 2027 fertiggestellt werden – Verbesserte Hilfsfristen, moderne Arbeitsbedingungen und nachhaltige Bauweise stehen im Mittelpunkt

Neue Rettungswache für Schönfließ: Landkreis investiert 6,5 Millionen Euro in moderne Notfallversorgung 

Schönfließ. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben Landrat Alexander Tönnies, Katja Hermann, Dezernentin für Service, Mobilität und Sicherheit, sowie Filippo Smaldino, Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land, am Montag den offiziellen Startschuss für den Bau einer neuen Rettungswache in Schönfließ gegeben. Der Neubau soll den Rettungsdienst im Süden des Landkreises Oberhavel langfristig stärken und die Versorgung der Bevölkerung weiter verbessern. Rund 6,5 Millionen Euro werden in das Projekt investiert.

Hintergrund des Neubaus ist der aktuelle Rettungsdienstbedarfsplan des Landkreises. Die bisherige Rettungswache entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr und soll durch einen modernen Neubau ersetzt werden. Der neue Standort wurde bewusst gewählt, um die gesetzlichen Hilfsfristen künftig noch besser einhalten zu können.

Wie Landrat Alexander Tönnies erklärte, sei der Ausbau der Rettungsdienstinfrastruktur ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Notfallversorgung. Gerade im Südkreis, in dem ein großer Teil der Bevölkerung des Landkreises lebt, sei eine leistungsfähige Rettungswache von besonderer Bedeutung. Durch die günstigere Lage direkt an der Straße könne die Ausrückzeit verkürzt werden, da die bisherige Wache im Ortskern von Schönfließ liege und das Ausrücken erschwere. Gleichzeitig entstünden deutlich bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten des Rettungsdienstes.

Die Fertigstellung des Neubaus ist für Juli 2027 vorgesehen. Finanziert wird das Bauvorhaben vollständig aus Bundesmitteln des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität.

Katja Hermann, Dezernentin für Service, Mobilität und Sicherheit, betonte, dass moderne Rettungswachen heute deutlich mehr leisten müssten als lediglich Fahrzeugstellplätze bereitzustellen. Neben Fahrzeughallen nach aktuellen DIN-Vorgaben seien unter anderem Gruppenräume, Büros, Schlafräume sowie zeitgemäße Sanitärbereiche erforderlich. Besonderes Augenmerk liege auf der sogenannten Schwarz-Weiß-Trennung, um den hygienischen Anforderungen des Rettungsdienstes gerecht zu werden. Der Neubau sei gemeinsam mit den Fachbereichen des Landkreises, der Rettungsdienst Oberhavel GmbH, sowie den beteiligten Architekten entwickelt worden. Zudem werde das Gebäude nachhaltig errichtet und erfülle den DGNB-Silber-Standard.

Auch Filippo Smaldino, Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land, hob die Bedeutung des Projekts für die Bürgerinnen und Bürger hervor. Eine schnelle rettungsdienstliche Versorgung bedeute ein großes Stück Lebensqualität. Wer wisse, dass innerhalb weniger Minuten professionelle Hilfe eintreffe, könne sich sicher fühlen. Gleichzeitig lobte Smaldino die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Landkreis.

Aus Sicht der Rettungsdienst Oberhavel GmbH bringt der Neubau ebenfalls erhebliche Verbesserungen. Geschäftsführerin Juliane Lieger erklärte, dass insbesondere die optimierten Wege innerhalb des Gebäudes zu kürzeren Ausrückzeiten beitragen werden. Darüber hinaus biete die neue Wache ausreichend Platz für die Ausbildung neuer Mitarbeitender und erfülle die Anforderungen der Betriebsstättenverordnung. Moderne Aufenthalts- und Arbeitsbereiche sollen die Zufriedenheit der Beschäftigten nachhaltig steigern und ihnen beste Bedingungen bieten, um im Einsatz jederzeit Höchstleistungen erbringen zu können.

Mit dem Neubau setzt der Landkreis Oberhavel einen weiteren wichtigen Schritt zur Modernisierung seiner Rettungsdienstinfrastruktur. Neben einer schnelleren Notfallversorgung profitieren künftig auch die Einsatzkräfte von zeitgemäßen Arbeitsbedingungen, während gleichzeitig auf Nachhaltigkeit und zukunftsorientierte Bauweise gesetzt wird.

Quelle: 7aktuell.de | Philipp Neumann

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