Ein ungewöhnlicher Flugunfall führte am Donnerstagabend gegen 18:45 Uhr zu einem Rettungseinsatz auf dem Flugplatz Pattonville. Ein Kleinflugzeug verunglückte beim Startversuch und kam erst im angrenzenden Gebüsch zum Stehen. Glück im Unglück: Der Pilot blieb nach Angaben der Polizei unverletzt.
Ursache für das Schreckszenario war eine zu geringe Startgeschwindigkeit. Das Flugzeug war schlichtweg zu langsam, um abzuheben. Der Pilot erkannte das Problem und brach den Startvorgang noch auf der Startbahn ab. Der verbleibende Bremsweg reichte jedoch nicht mehr aus, um die Maschine rechtzeitig zu stoppen. Das Flugzeug schoss über das Landebahnende hinaus und wurde im dichten Gebüsch gestoppt. Dabei entstand an der Maschine ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren rasch vor Ort. Ein Rettungshubschrauber war entgegen ersten Vermutungen nicht direkt im Einsatz. Dass Beobachter dennoch einen Helikopter wahrnahmen, erklärt die Polizei mit einem Zufall: Der Rettungshubschrauber „Christoph 51“ ist fest auf dem Flugplatz Pattonville stationiert und sorgte so für VerwechslungSpotential.
Bei der verunglückten Maschine handelt es sich um eine echte Besonderheit der Luftfahrtgeschichte: eine Rutan VariEze. Der in den 1970er-Jahren von Burt Rutan entwickelte Zweisitzer ist ein sogenannter „Entenflügler“, bei dem das Höhenleitwerk vor den Haupttragflächen liegt. Zudem wird die aus Verbundwerkstoffen gefertigte Maschine von einem Heckmotor angetrieben und als Bausatz-Flugzeug („Kitplane“) oft im Selbstbau gefertigt. Die Polizei hat die genauen Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
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