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Hitlers Teehaus in Flammen!

Feuerinferno am Kehlsteinhaus: Hitlers „Eagle's Nest“ in Vollbrand - Rund 150 Einsatzkräfte kämpfen bei Minusgraden gegen die Flammen - Brandstiftung? Motorradfahrer soll festgenommen worden sein

Die Feuerwehr steht vor einer Mammutaufgabe. 


Kurz nach 21:30 Uhr wurde im inneren Landkreis des Berchtesgadener Landes Großalarm für die Feuerwehren ausgelöst: Das historische Gebäude am Kehlstein, auch „Eagles Nest” oder „Hitlers Teehaus” genannt, steht in Vollbrand.
Besorgt blicken die Bürger des gesamten inneren Landkreises hinauf zum markanten Gipfel mit seinem Gebäude und sehen die lodernden Flammen.
Starker Regen hatte am späten Nachmittag eingesetzt und so verschwand gegen 22:20 Uhr das Kehlsteinhaus trotz der heftigen Flammen in einer milchigen Dunstwolke.

Nach noch nicht ganz bestätigten Angaben haben anfahrende Polizeikräfte eine Person festnehmen können, die auf einem Motorrad die Kehlsteinstraße talwärts fuhr. 

Derzeit wird das Kehlsteinhaus nicht mehr von Bussen angefahren, wie es in der Sommersaison der Fall ist, wenn es eine der touristischen Top-Attraktionen des Landkreises ist. Neben dem Königssee, dem Dokumentationszentrum und dem Salzbergwerk ist das Kehlsteinhaus auch wegen seines geschichtlichen Aspekts jährlich von hundertausenden Besuchern frequentiert.

Heute haben die Rettungskräfte der Feuerwehr und der Bergrettung alle Hände voll zu tun, denn die Wasserversorgung ist sehr schwierig. So müssen von der Wendeplatte Pumpleitungen über den Fußweg hinauf zum Gebäude geführt werden. 

Nach dem verheerenden Feuer in Schneizelreuth, bei dem sechs Personen in den Flammen ums Leben kamen, wurden alle touristischen Gebäude und auch Berghütten einem neuen Brandschutzkonzept unterzogen. So wurde für den Lift und das Kehlsteinhaus ein neues Brandschutzkonzept umgesetzt, das die schnelle Evakuierung der Menschen ermöglicht. 


Noch vor der Umsetzung des neuen Brandschutzkonzepts gab es am Kehlsteinhaus einen massiven Stromausfall. Damals mussten die Touristen mit etlichen Hubschraubern evakuiert werden.

Gleichzeitig hat der gesamte Kehlstein ein Erosionsproblem. Seit Jahren wird deshalb eine Sanierung des Felsens durchgeführt. Auf der Auffahrt und im westlichen Teil werden seit einigen Jahren Hang- und Felssicherungsarbeiten durchgeführt. Ebenso arbeiten derzeit vor der Winterpause noch Handwerker im Gebäude, um Instandhaltungen durchzuführen. Dacharbeiten, Fliesenarbeiten und vieles mehr, denn man wollte nach dem Winter eine neue, erfolgreiche Saison starten.
Doch dies dürfte nach jetzigem Stand nicht mehr möglich sein, denn das Gebäude brennt derzeit bis auf die Grundmauern nieder.

Rund 150 Einsatzkräfte sind in dem sehr aufwendigen Einsatz eingebunden. Ein weiteres großes Problem ist, dass im Bereich des Hauses mit erneutem Schneefall in der Nacht gerechnet wird, da die Schneefallgrenze auf 1.200 Metern sinken soll. Derzeit wurde eine Temperatur von -0,4 Grad Celsius am Berg gemessen. So hat man auch schon den Winterpflug bereitgemacht, um nötigenfalls die Strecke zum Kehlstein zu räumen, damit die Einsatzkräfte hinauffahren können. 

Quelle: 7aktuell.de | Ferdinand Farthofer

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