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Innovationsforum Integrierte Sicherheit (IIS) an der Messe Stuttgart

Panzer an der Messe: Bundeswehr, Behörden und Wirtschaft üben Zusammenarbeit für den Ernstfall

Neues Sicherheitsforum auf der Landesmesse

Stuttgart: Bundeswehr, Behörden und Wirtschaft üben Zusammenarbeit für den Ernstfall – Neues Sicherheitsforum auf der Landesmesse

Wie gut ist Deutschland auf Krisen und mögliche militärische Bedrohungen vorbereitet? Auf der Landesmesse Stuttgart bringt das neue Innovationsforum Integrierte Sicherheit (IIS) Bundeswehr, Behörden, Blaulichtorganisationen und Unternehmen zusammen. Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist es nach Angaben der Veranstalter, die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Stellen zu verbessern und Deutschland widerstandsfähiger gegen Krisen zu machen.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte Gesamtverteidigung. Dabei geht es nicht nur um militärische Fähigkeiten, sondern auch um die Versorgung der Bevölkerung, funktionierende Infrastruktur und die Unterstützung der Streitkräfte durch zivile Einrichtungen.

Ein Schwerpunkt ist der Operationsplan Deutschland. Er beschreibt die Rolle Deutschlands bei der Landes- und Bündnisverteidigung. Auf dem Forum wird anhand sogenannter Convoy Support Center gezeigt, welche Unterstützung für die Verlegung von NATO-Truppen durch Deutschland notwendig sein kann. Dazu gehören das Zusammenwirken militärischer und ziviler Stellen sowie die Bereitstellung entsprechender Infrastruktur und Dienstleistungen.

Neben der Bundeswehr präsentieren Blaulichtorganisationen ihre Möglichkeiten zur zivil-militärischen Zusammenarbeit. Unternehmen stellen Technologien und Lösungen für den modernen Zivilschutz vor. Fachvorträge, Diskussionsrunden und Workshops sollen den Austausch zwischen den Beteiligten fördern.

Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, betont die Bedeutung einer frühzeitigen Zusammenarbeit. „Gesamtverteidigung ist eine gemeinsame Aufgabe. Wenn zivile und militärische Strukturen im Ernstfall zusammenwirken sollen, müssen wir uns bereits vorher kennen, unsere Fähigkeiten verstehen und miteinander üben.“

Auch das baden-württembergische Innenministerium sieht die Vernetzung als entscheidend an. Innenminister Manuel Hagel erklärt in der Veranstaltermitteilung: „In der Krise greift ein Rädchen nur dann ins andere, wenn man das im Alltag aufgebaut hat, wenn man sich kennt und sich vertraut.“

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut verweist auf die wirtschaftliche Dimension der Sicherheitsvorsorge. Geschützte kritische Infrastruktur, belastbare Lieferketten und industrielle Kapazitäten seien wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.

Initiiert wurde das Forum vom Landeskommando Baden-Württemberg sowie dem Wirtschafts- und Innenministerium. Unterstützt wird es unter anderem von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, den Industrie- und Handelskammern, den Unternehmern Baden-Württemberg und Südwestmetall.

Das neue Format entwickelt das seit zehn Jahren etablierte Symposium zur zivil-militärischen Zusammenarbeit weiter. Die Veranstalter erwarten an beiden Tagen jeweils rund 1.000 geladene Gäste.

Im Kern steht dabei eine Frage: Wie können Bundeswehr, Wirtschaft und zivile Einsatzorganisationen schon heute so zusammenarbeiten, dass sie im Ernstfall nicht erst damit beginnen müssen, sich kennenzulernen?

Quelle: 7aktuell.de | Stephan Klaiber

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