Samstag | 28.11.2020 | Stuttgart
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Rauchsäule über Stuttgart: Dutzend Bewohner bei Gebäudebrand gerettet - Menschen fliehen bei Minusgraden aufs Dach, dichter Rauch dringt aus verkohlten Fenstern

STUTTGART: In einer Wohnung eines mehrgeschossigen Wohnhauses kam es am Samstag (28.11.2020) gegen 07.30 Uhr zu einer Flammenbildung an einer Heizquelle. Der 41-jährige Bewohner der Wohnung wurde von Brandgeruch wach und stellte im Nebenzimmer Flammen im Bereich des Nachtspeicherofens fest.

Der Wohnungsinhaber wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus verbracht. Weitere rund 30 Hausbewohner konnten das Haus unbeschadet verlassen. Neun Bewohner wurden mittels Drehleiter der Feuerwehr gerettet. Die genaue Brandursache muss noch ermittelt werden. Der Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden, dürfte aber mindestens 200.000 Euro betragen. Nach derzeitigem Sachstand sind drei Wohnungen zumindest vorübergehend nicht bewohnbar. (Polizei)



Pressemeldung der Feuerwehr
Innerhalb Minutenfrist lief bei der Integrierten Leitstelle Stuttgart über den europaweiten Notruf 112 eine Vielzahl von Notrufen ein, die einen ausgedehnten Brand in einem mehrgeschossigen Wohnhaus meldeten. Bereits die ersten Anrufer aus dem betroffenen Gebäude meldeten, dass sie das Gebäude infolge des verrauchten Treppenraumes nicht mehr verlassen könnten. Infolge dieser dramatischen Lage und weiterer unzähliger Notrufe alarmierte die Integrierte Leitstelle sofort die Löschzüge der beiden nächstgelegenen Feuerwachen, Führungs- und Sonderfahrzeuge sowie mehrere Notarzt- und Rettungswagen.

Eine große Rauchwolke wies den Einsatzkräften schon von weitem den Weg. Beim Eintreffen der Feuerwehr machten sich Personen an den Fenstern bemerkbar. Einige Personen hatten sich auch oben auf das Dach gerettet. Auf der straßenabgewandten Seiten schlugen die Flammen mehrere Meter hoch über zwei Etagen aus Fenstern, es drohte ganz akut ein Flammenüberschlag auf alle Geschosse.

Maßnahmen:
Der ersteintreffende Löschzug der Berufsfeuerwehr rettete Personen über die Drehleiter, rettete weitere, durch Fluchthauben der Feuerwehr geschützte Personen über den Treppenraum, bekämpfte mit einem Rohr von außen den drohenden Flammenüberschlag und mit einem weiteren Rohr im Innenangriff das Feuer. Der zweite Löschzug der Berufsfeuerwehr unterstützte dann, aber die Kräfte vor Ort reichten nicht aus, daher wurde noch ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr dazu alarmiert. Mit diesem massiven Kräfteansatz konnten alle im Gebäude befindlichen Personen gerettet und das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Für die vorübergehende Unterbringung der Hausbewohner alarmierte die Feuerwehr ihren Großraumrettungswagen, auch die SSB stellte auf Bitte der Feuerwehr einen Bus zur Verfügung.

Die Nachlöscharbeiten in den beiden am stärksten betroffenen Wohnungen laufen aktuell noch. Dabei sind in Ablösung der Berufsfeuerwehr auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, die vorher zur Wachbesetzung alarmiert worden waren.

Personenschaden:
Eine leicht verletzte Person, insgesamt neun Personen über Drehleiter, drei Personen mit Fluchthauben über den Treppenraum gerettet.

Kräfte Berufsfeuerwehr:
Löschzüge Feuerwache 1, 2 und 3, Führungs- und Sonderfahrzeuge aller fünf Feuerwachen, Amtsleiter (Herr Dr. Belge) der Branddirektion

Kräfte Freiwillige Feuerwehr:
Abteilungen Hedelfingen und Birkach mit Gerätewagen Messtechnik, Fachgruppe Kommunikation der Abteilung Degerloch-Hoffeld
Abteilungen Botnang, Hofen, Münster, Vaihingen zur Besetzung der entblößten Feuerwachen und zur Unterstützung bei den Nachlöscharbeiten

Kräfte Rettungsdienst:
Fünf Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, Leitender Notarzt, organisatorischer Leiter Rettungsdienst, Schnelleinsatzgruppe

Eingesetzte Geräte:
Atemschutzgeräte, Löschrohre, Wärmebildkameras

Bilder

Video

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